Am Dienstag bei Garmisch-Partenkirchen:

Feuer auf der Gamshütte: Keine Brandstiftung

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Garmisch-Partenkirchen - Hohe Flammen loderten am Dienstag auf fast 1000 Meter Höhe: Am Wank hatte die beliebte Gamshütte Feuer gefangen. Die Kripo hat neue Erkenntnisse:

UPDATE, 7. Juli, 11.10 Uhr:

Am Dienstag wurde die „Gamshütte“, ein Berggasthof am Wank in Garmisch-Partenkirchen, bei einem Brand zerstört. Die Brandfahnder der Garmisch-Partenkirchener Kripo, welche seitdem die Untersuchungen führen, können jetzt über neue Erkenntnisse berichten.

Zeugen hatten am Dienstagnachmittag um kurz nach 14.30 Uhr Rauch aus dem Berggasthof, der auf 940 Metern Höhe auf dem Wank steht, aufsteigen sehen und die Behörden alarmiert. Zwar waren die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus der Region bald vor Ort und hatten das Feuer auch rasch ablöschen können, dennoch wurde das Gebäude von dem Feuer weitestgehend zerstört. Menschen waren nicht zu Schaden gekommen, ein Gästebetrieb hatte an dem Tag nicht stattgefunden.

Die Untersuchungen in diesem Fall führt seitdem die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen. Die Brandfahnder waren in den vergangenen beiden Tagen dazu immer wieder am Brandobjekt und wurden bei ihren Ermittlungen auch von einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) und auch von einem Polizeibeamten mit seinem Brandmittelspürhund unterstützt. Esergaben sich dabei keine Hinweise darauf, dass ein Brandbeschleuniger angebracht wurde. Das Feuer brach bei einem Holzofen in der Gaststube aus, den der Besitzer in den Tagen zuvor in Betrieb genommen hatte.

Die Untersuchungen an der „Gamshütte“ sind seit Donnerstagnachmittag abgeschlossen, der Tatort wurde danach wieder freigegeben. Die Ermittlungen der Brandfahnder der Kripo dauern aber natürlich an.

UPDATE, 10.15 Uhr:

Die "Gamshütte", ein Berggasthof am Wank in Garmisch-Partenkirchen, wurde bei einem Brand am Dienstag, 4. August, zerstört. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beläuft sich aber auf mindestens 200.000 Euro. Brandfahnder der Kriminalpolizei übernahmen die Untersuchungen zur Brandursache. Eine Zeugin hatte aus einer Gondel der Wankbahn heraus um kurz nach 14.30 Uhr Rauch aus dem Berggasthof, der auf 940 Metern Höhe auf dem Wank steht, aufsteigen sehen. Fast zeitgleich kamen ähnliche Meldungen auch von Mitteilern aus Garmisch-Partenkirchen.

Als die erste Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion an der „Gamshütte“ eintraf, schlugen bereits heftige Flammen aus dem Dach. Zwar waren die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus Partenkirchen, Garmisch, Grainau, Oberau, Farchant und Mittenwald nach ihrer Alarmierung recht bald vor Ort und hatten das Feuer auch rasch ablöschen können, dennoch wurde das Gebäude weitestgehend zerstört. Glücklicherweise waren keine Menschen unmittelbar gefährdet, es fand kein Gästebetrieb am gestrigen Tag statt.

Bilder: Gamshütte völlig ausgebrannt

Brandfahnder der Kripo aus Garmisch-Partenkirchen übernahmen sofort die Ermittlungen. Die Untersuchungen der Beamten werden auch im Laufe des heutigen Tages am Brandobjekt fortgeführt. Zur Ursache kann derzeit nur gesagt werden, dass das Feuer im Gebäudeinneren ausgebrochen war, alles Weitere ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Erstmeldung:

Der auf 940 Metern Höhe gelegene Berggasthof "Gamshütte" bei Garmisch-Partenkirchen ist am Dienstagnachmittag vollständig abgebrannt. Der Dachbereich des älteren Berggasthofes stand komplett in Flammen. Es entstand Schaden in sechsstelliger Höhe.

Laut Einheimischen war die Hütte, die am Aufstieg zum Garmischer Hausberg, dem Wank, liegt, bis zuletzt noch an Wochenenden bewirtschaftet. Der Pachtvertrag war allerdings nach längerem Streit mit der Forstbehörde gekündigt worden.

Polizeisprecher Stefan Sonntag sagte auf Anfrage von rosenheim24.de, dass die die Kripo in Garmisch und die Brandfahnder mit ihren Ermittlungen noch am Anfang stünden. Ob es sich tatsächlich um Brandstiftung handelt, wie vor Ort vermutet wurde, konnte die Polizei nicht bestätigen: "Die Brandursache ist noch völlig unklar."

Die Feuerwehren aus Garmisch, Partenkirchen, Oberau, Farchant, Grainau und Mittenwald hatten bis zum Abend gegen das Feuer gekämpft, das sich in den zahlreichen Fehlböden und Zwischenräumen des zum Großteil aus Holz errichteten Gebäudes ausgebreitet hatte. Auch das Blechdach musste im Zuge der Löscharbeiten geöffnet werden. Das Löschwasser wurde über eine zwei Kilometer lange Förderleitung und Tanklöschfahrzeuge zur Brandstelle transportiert.

Gaulke/anh/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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