Drama beim Eisklettern bei Garmisch-Partenkirchen

Hüttenwirt (51) stürzt vor Augen seiner Söhne in den Tod

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Garmisch-Partenkirchen - Ein tragischer Unfall hat sich am Sonntagvormittag im Wettersteingebirge ereignet. Ein Hüttenwirt stürzte dabei vor den Augen seiner beiden Söhne beim Eisklettern in den Tod.

Update, 15.20 Uhr: Bilder von der Einsatzstelle

Diese Bilder hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zur Verfügung gestellt.

Schrecklicher Unfall beim Eisklettern: Hüttenwirt (51) stürzt in den Tod

Vorbericht

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, war der Wirt der Reintalangerhütte, südlich von Garmisch-Partenkirchen ganz nahe an der österreichischen Grenze gelegen, gegen 10.30 Uhr zusammen mit seinen beiden Söhnen am Partnach-Ursprung unterwegs. Vermutlich wegen der warmen Temperaturen löste sich ein Teil des Eises und begrub die Kletterer teilweise unter sich. Für den 51-jährigen Vater kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Einer seiner Söhne verletzte sich am Bein, der zweite blieb unverletzt und konnte einen Notruf absetzen.

Insgesamt drei Hubschrauber im Einsatz

Den anrückenden Bergwachteinsatzkräften gelang es nur unter großem Aufwand und erheblicher Eigengefährdung den verletzten Sohn und den Verunglückten zu befreien. Die Eismassen mussten unter Zuhilfenahme von Kettensägen zerkleinert werden, um zu den Personen vordringen zu können. Der Sohn wurde mit einer Beinverletzung durch Rettungshubschrauber Christoph "Murnau" ins Klinikum Garmisch gebracht. 

Die Unfallaufnahme in dem schwer zugänglichen Gelände und die Bergung des tödlich Verunglückten wurde durch zwei Polizeibergführer und einem Polizeihubschrauber durchgeführt. Den Transport der Einsatzkräfte und des Rettungsmaterials übernahm ein Transporthelikopter des Typs "Super Puma" der Bundespolizei. Gegen 17.45 Uhr landeten die letzten Einsatzkräfte wieder im Tal. Insgesamt waren 31 Bergwachtkräfte, drei Angehörige der alpinen Einsatzgruppe der Polizei und drei Hubschrauber im Einsatz.

mw/Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

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