Taxi-Vergewaltigung in Garmisch-Partenkirchen

Nach Sexualverbrechen - Tatverdächtiger festgenommen

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Garmisch-Partenkirchen -  Zu einem Gefühl der Unsicherheit hat der Fall der Vergewaltigung einer jungen Frau Mitte August geführt. Die Ermittlungen der Kripo Garmisch-Partenkirchen haben nun am 2. Oktober zur Festnahme eines dringend tatverdächtigen Mannes (26) geführt.

Update, Freitag, 4. Oktober, 13.10 Uhr: Tatverdächtiger festgenommen

Wie berichtet, war in der Nacht auf den 13. August eine junge Frau (24) eigenen Angaben zufolge am Marienplatz in Garmisch-Partenkirchen in ein Großraum- Taxi gestiegen und vom Fahrer im Ortsteil Burgrain kurz darauf in dem Fahrzeug vergewaltigt worden.

Das Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizeistation Garmisch-Patenkirchen ermittelte seitdem mit Hochdruck in der Sache. Jetzt, am Mittwoch, 2. Oktober, gelang in dem Fall der entscheidende Durchbruch: Beamte der Kriminalpolizei Karlsruhe nahmen auf einer Baustelle in der baden-württembergischen Stadt einen 26 Jahre alten bulgarischen Staatsangehörigen fest. Nach dem Mann war seit einiger Zeit mit Haftbefehl gesucht worden.

Ergebnisse der forensischen Untersuchungen hatten die Ermittler der Kripo Garmisch-Partenkirchen auf seine Spur gebracht. Zur Tatzeit hatte er sich beruflich bedingt als Bauarbeiter in Garmisch-Partenkirchen aufgehalten. Der Gesuchte war nach der Tat aus der Marktgemeinde abgereist und zunächst nicht auffindbar.

Kriminaltechnische Maßnahmen und eine intensive Fahndung der Kripo Garmisch-Partenkirchen führten jetzt dazu, dass der Gesuchte in Karlsruhe ausfindig gemacht und festgenommen werden konnte. Er sitzt nun dort in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen möchte darauf hinweisen, dass sich erste Hinweise, wonach der Täter Taxifahrer gewesen sei, nicht bestätigten.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Erstmeldung, 4. September, 11.10 Uhr:

Die Beamten der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen arbeiten jedoch weiter mit Hochdruck an der Klärung des Falles, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun mitteilte. Bei dem Vorfall in der Nacht von Montag, 12. August, auf Dienstag, 13. August, war eine 24-jährige Amerikanerin am späten Abend nach einem Bierzelt- und Lokalbesuch alleine in ein Großraum-Taxi am Marienplatz eingestiegen, um nach Hause zu fahren. Im Ortsteil Burgrain stoppte der Fahrer das Taxi und vergewaltigte die junge Frau im Fahrzeug auf brutale Art und Weise. Die junge Frau wurde dabei leicht verletzt. Sie konnte sich schließlich aus den Fängen ihres Peinigers befreien und zu einem nahegelegenen Wohnhaus flüchten.

Angezeigt wurde die Vergewaltigung bei der Polizei allerdings erst am nächsten Tag, woraufhin das zuständige Kommissariat der Kripo Garmisch-Partenkirchen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II sofort umfangreiche Ermittlungen einleitete.

Tat brachte ganze Branche in Verruf

Zwischenzeitlich war die Verunsicherung bei Bevölkerung und Taxi-Fahrgästen riesengroß - und ist sie teilweise noch immer. Während der Hochphase für die Taxi-Branche in Garmisch-Partenkirchen, der Partenkirchner Festwoche, hatte die Schreckenstat zu Umsatzeinbußen für die Taxi-Unternehmer geführt. Die Vergewaltigung sei das Thema Nummer eins gewesen. Ständig hätten Kunden die Fahrer angesprochen, sagte Andreas Aichinger, Vorsitzender der Taxi-Vereinigung, damals unserem Partnerportal merkur.de.

Aichinger ging sogar noch weiter. Die Vergewaltigung habe die ganze Branche in Verruf gebracht: "Das ist das Schlimmste, was es für uns geben kann!" Deswegen erwarten er und seine Kollegen sehnsüchtig den Zeitpunkt, wann der Täter endlich gefasst werden kann. Diesbezüglich scheint die Polizei auf einem guten Weg zu sein. Denn jetzt konnten die Beamten eine Person ermitteln, gegen den sich der Tatverdacht inzwischen erhärtet hat. Diese näher nicht benannte Person hätte sich zum Tatzeitpunkt "nur vorübergehend im Raum Garmisch-Partenkirchen aufgehalten." Polizeisprecherin Carolin Hohensinn bat um Verständnis, dass man zum jetzigen Zeitpunkt "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine weiteren Angaben machen könne.

mw/Polizei Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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