Prozess nach Pfusch an Garmischer Klinik

Brust von Lenggrieserin amputiert - obwohl sie keinen Krebs hatte!

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Garmisch-Partenkirchen/Lenggries - Die Diagnose im Jahr 2013 war für Bettina W. aus Lenggries ein Schock. Sie bekam einen Anruf vom Klinikum Garmisch und die Diagnose "Brustkrebs". Ihre rechte Brust wurde amputiert. Doch hinterher kam heraus: Die Krebsdiagnose war falsch, Bettina W. gar nicht krank!

Deswegen hat die Mutter von zwei Kindern Klage beim Landgericht München II eingereicht. Am Dienstag kam es jetzt zum Prozess. Angeklagt: Die Klinik Garmisch bzw. zwei Pathologen, die die falsche Diagnose im Jahr 2013 gestellt bzw. die Brust-Amputation durchgeführt hatten. Zudem wurde W. auch noch eine sog. "Frozen Shoulder" eingesetzt, wie unser Partnerportal tz.de berichtet. Die Frau muss deswegen bis heute zur Krankengymnastik.

Sie fordert 80.000 Euro Schmerzensgeld vom Klinikum, 13.000 Euro für materielle Schäden und die Feststellung, dass ihr auch künftige Schäden ersetzt werden müssen. Der Anwalt des Krankenhauses schlug rund 35.000 Euro Schmerzensgeld vor, das Gericht sprach von 55.000 Euro. Doch die Patientin lehnte ab. "Ein Vergleich geht gar nicht", sagte sie. Sie wolle keinen Kompromiss eingehen. "Ich will ein Urteil, in dem schwarz auf weiß steht, dass es sich um einen groben Fehler handelt.

Zudem wirft W. der Klinik Vertuschung vor. Sie wurde damals wegen Testergebnisse hingehalten, ehe sie endlich Gewebeproben bekam und zur Untersuchung nach München schicken konnte. Das Klinikum rechts der Isar teilte ihr mit, dass alle Proben tumorfrei seien. Ein Urteil ist noch nicht gefallen.

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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