Mehrere teils Schwerverletzte in Memmingen

Nach Gasexplosion in BRK-Rettungswache: Suche nach Leck läuft weiter

Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke Memmingen gehen an einer Rettungswache vom Bayerischen Roten Kreuz vorüber, an der die durch eine Explosion herausgesprengten Fenster zu sehen sind. Bei einer Gasexplosion in dem Gebäude wurden am frühen Morgen mehrere Menschen verletzt.
+
Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke Memmingen gehen an einer Rettungswache vom Bayerischen Roten Kreuz vorüber, an der die durch eine Explosion herausgesprengten Fenster zu sehen sind. Bei einer Gasexplosion in dem Gebäude wurden am frühen Morgen mehrere Menschen verletzt.

Memmingen - Am Freitagmorgen (5. Februar) knallt es in Memmingen - eine Gasexplosion ist der Grund. Es gibt Verletzte, viele Rettungskräfte sind im Einsatz. Das Unglück passiert in einer Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes - und hätte womöglich viel schlimmer ausgehen können. Eine weitere Explosion sei aktuell nicht auszuschließen, sagte eine Polizeisprecherin

Update, 8. Februar, 17.11 Uhr - Nach Gasexplosion in Rettungswache weiter Suche nach Leck

Nach der Gasexplosion in einer Rettungswache im schwäbischen Memmingen haben die Ermittler keine fehlerhafte Installation festgestellt. Wie die Kripo am Montag berichtete, war die in das Haus führende Gasleitung fachgerecht mit einem Pfropfen verschlossen.

Ein Teil der Installation, die von außen in das Haus führte, wurde nun ausgebaut und soll von den Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes in München untersucht werden. Dabei soll festgestellt werden, ob die Leitung feinste Risse hat, durch die das Gas ausgetreten ist.

Diese Untersuchung müsse unter dem Mikroskop vorgenommen werden, erklärte ein Polizeisprecher. Die Kripo geht davon aus, dass erst in einigen Wochen Ergebnisse vorliegen.

Am Freitagmorgen war es in der Wache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zu der Explosion gekommen. Eine 58 Jahre alte Frau wurde schwer verletzt, sie wird weiterhin im Krankenhaus behandelt. Vier Sanitäter erlitten weniger gravierende Verletzungen.

Das BRK-Gebäude selbst hatte keinen Gasverbraucher, eine Leitung führte allerdings in das Haus. Im Keller soll sich ein Gasgemisch vermutlich aufgrund einer beschädigten Leitung gesammelt haben. Hinweise auf ein vorsätzliches oder fahrlässiges Verschulden gibt es bislang nicht.

Update, 5. Februar, 13.02 Uhr - Bilder zeigen Ausmaß der Zerstörung

Nach der Gasexplosion in Memmingen, bei der fünf Personen teils schwer verletzt wurden, kann von vor Ort noch keine Entwarnung gegeben werden. Noch immer wird das Leck in der Gasleitung gesucht. Dazu müsse die Straße geöffnet werden, hieß es von Seiten von Polizei und Feuerwehr.

Die Bilder aus Memmingen zeigen nun das Ausmaß der Explosion in der Donaustraße. Ein Statiker prüfe derzeit, ob das Haus einsturzgefährdet ist. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden im sechsstelligen Bereich, berichtet der Bayerische Rundfunk. Die umliegenden Häuser wurden sicherheitshalber noch mal auf Gas überprüft. Inzwischen ist laut Polizei auch klar, dass für die umliegenden Gebäude keine Gefahr besteht, deshalb können die Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. 

Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen

Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Michael Birk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Benjamin Liss/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Benjamin Liss/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen
Gasexplosion beim Bayerischen Roten Kreuz in Memmingen © Matthias Balk/dpa

Update, 10.50 Uhr - Schäden am Gebäude „immens“

Bei der Gasexplosion in Memmingen sind fünf Menschen verletzt worden, darunter eine Frau schwer. Das Unglück ereignete sich in einem Gebäude des Bayerischen Roten Kreuzes. Eine weitere Explosion sei nicht auszuschließen, sagte eine Polizeisprecherin. Grund: Die Suche nach dem Leck dauert noch an – es wird befürchtet, das Gas könne sich unterirdisch ausbreiten.

Die Schäden an dem Gebäude seien „immens“, beschrieb ein Polizeisprecher. Die Wucht der Explosion habe Fenster bersten lassen. Das Haus sei schwer beschädigt. Die Einsatzkräfte vermuteten ein Leck an einer Gasleitung in unmittelbarer Nähe. Im Laufe des Vormittags müsse die Straße geöffnet werden, um das Leck zu lokalisieren, hieß es von Polizei und Feuerwehr.

Eine Sprecherin der Stadt Memmingen sagte, in einem Umkreis von 100 Metern um die Unglücksstelle seien mehrere Häuser evakuiert worden. Betroffene Bewohner würden in einer nahe gelegenen Feuerwehrwache betreut. Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes handelte es sich um fünf Menschen. Das Gebäude der Rettungswache sei bis auf Weiteres unbenutzbar.

Update, 9.36 Uhr - BRK: „Glück, dass es keine Toten gibt“

Nach der Gasexplosion in Memmingen hat nun das BRK eine Pressemeldung zu den aktuellen Geschehnissen herausgegeben. Demnach sei es gegen 6.02 Uhr zu einer Verpuffung in der BRK-Rettungswache Memmingen gekommen. Dabei wurden eine Reinigungskraft schwerverletzt, drei Mitarbeitende des Rettungsdienstes mittel- und ein weiterer Mitarbeitender leichtverletzt. Den Notruf setzten unverletzte Mitarbeitende der Rettungswache ab, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in einem Rettungswagen befanden und den Routine-Check vor Dienstbeginn durchführten. 

Da zudem unklar ist, inwieweit eine Explosionsgefahr für umliegende Gebäude besteht, wurden fünf Personen vorsorglich durch die Feuerwehr evakuiert und in einer Betreuungsunterkunft untergebracht. Die Polizei geht aktuell von einer defekten Gasleitung aus, nach einem möglichen Leck wird aktuell gesucht. Die Räumlichkeiten der Rettungswache sind bis auf Weiteres nicht benutzbar

Klaus Liepert (l), Ortsbeauftragter vom THW, und Raphael Niggel, Stadtbrandmeister, stehen an einem Einsatzort, an dem es zu einer Gasexplosion gekommen war. Bei der Gasexplosion in Memmingen sind nach Angaben der Polizei mehrere Personen verletzt worden.

Der zuständige Kreisgeschäftsführer Wilhelm Lehner: „Das war ein großer Schreck am Morgen. Jetzt steht an aller erster Stelle, dass die verletzten Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus behandelt werden und vollständig genesen. Bei der Explosionswucht können wir von Glück sprechen, dass es keine Toten gibt. Wir werden die Kolleginnen und Kollegen umfassend begleiten und unterstützen, auch in der Verarbeitung dieses dramatischen Erlebnisses.“ 

Erstmeldung: Gasexplosion beim BRK in Memmingen

Bei einer Gasexplosion in Memmingen sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Das Unglück ereignete sich demnach in einem Gebäude des Bayerischen Roten Kreuzes. Eine weitere Explosion sei nicht auszuschließen, sagte eine Polizeisprecherin. Grund: Die Suche nach dem Leck dauert noch an – es befürchtet, das Gas könne sich unterirdisch ausbreiten.

Bei der zuständigen Leitstelle ging ein Sprecher von vier Verletzten aus, darunter ein Schwerverletzter. Nach einem Bericht der Allgäuer Zeitung wurde eine Frau schwer verletzt. Sie sei mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau geflogen worden.

Bericht: Lichtschalter löste Explosion aus

Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gegen 6 Uhr am Morgen. Offenbar verursachte die Schwerverletzte auch die Explosion: Nach Angaben der Zeitung handele es sich bei der Frau um eine Reinigungskraft, die gerade in den Büroräumen des BRK putzen wollte. Als sie den Lichtschalter betätigt habe, sei es zu der Explosion gekommen. Eine Bestätigung von Polizei oder Feuerwehr gab es dazu nicht.

Eventuell könnte das Gas aus einer Leitung stammen, die unter der Straße am Haus des BRK vorbeiführt, berichtet das Portal all-in.de. Daher sollen nun auf beiden Seiten die Straße aufgerissen werden, um die Leitungen abzuklemmen.

Das Gebäude stehe an einer großen Kreuzung, sagte die Polizeisprecherin. Der Bereich sei weiträumig abgesperrt. Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei seien vor Ort.

Explosion in BRK-Rettungszentrum Bad-Wiessee

Der aktuelle Einsatz erinnert an die Explosion im BRK-Rettungszentrum Bad Wiessee im Februar 2017. Damals waren mehrere Gasflaschen im Bereich der Fahrzeughalle explodiert - die Fahrzeughalle komplett zerstört.

mh/dpa

Kommentare