Dank für ehrenamtliches Engagement

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Auf dem Foto  von links: Ulla Fees, Sabine Wauer, Ulli Sacher-Ley, Georg Binder, Ernst Böckler und Helmut Stöckl

Rosenheim - Dank des BN-Landesverbandes für großes ehrenamtliches Engagement bei der Landesgartenschau 2010, beispielhafte Aktionen in der Umweltbildung und beste Betreuung für Plitsch und Platsch.

Zum Gelingen einer Landesgartenschau braucht es mehr als gutes Wetter, blühende Stauden und Objekte aus Weide, Stein und Stahl. Es braucht gute Ideen, Begeisterung und Menschen, die mitmachen und die gemeinsame Idee zum Leben erwecken. Das letzte Wochenende der Landesgartenschau in Rosenheim nahm die Bildungsreferentin des Bund Naturschutz, Ulli Sacher-Ley zum Anlass, den anwesenden ehrenamtlichen Helfern für ihren nicht alltäglichen Einsatz, ihre Ausdauer und ihr beispielhaftes Engagement mit einem herbstlichen Blumenstrauß zu danken. An 164 Tagen standen die BN-Mitglieder Rede und Antwort, betreuten die beiden Jungbiber, gaben Informationen weiter, hörten zu und erklärten die Besonderheiten des Lebensraumes Auwald - Und das bei jedem Wetter! Auch an Feiertagen wie Fronleichnam: um 6 Uhr morgens Hochwasseralarm! Das bedeutete einen ungeplanten SOS –Notfalleinsatz - Material im Pavillon sichern, gelagerte Gegenstände wegräumen und vor allem Transportkäfige für Biber bereitstellen, Entwarnung gab es erst gegen Mittag, da stand die "Kinder- biberröhre" bis zum oberen Rand unter Wasser, größere Schäden gab es Gottseidank nicht. Und auch die Kinderbiberröhre hat sich schnell erholt, so dass sie dem Besucherandrang bald wieder gewachsen war. Während die Kinder die Biberrutsche testen konnten, standen die über 60 ehrenamtlichen Aktiven der Kreisgruppe Rosenheim Rede und Antwort zu vielen Fragen und Sorgen rund um Meister Bockert sowie viele andere Anliegen zum Thema Auwald, Umwelt und Naturschutz.

Ergebnis dieses beispielhaften Einsatzes:

-über 4000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit am Infopavillon

-viele Stunden am Abend und an den Wochenenden vor der Eröffnung bei der Anlage des Bibergehegesund des Pavillons 75 ausgebuchte

-Angebote der Schule im Grünen 20 Tage Ferienprogramm und 11 Mitmachaktionen

-Über die gesamte Zeit wurde das Bibergehege mit den beiden Jungtieren von ehrenamtlichen Helfern betreut, das bedeutet tägliche Fütterung, Beobachtung und Kontrollgänge, Plitsch und Platsch haben sich zu Publikumsmagneten entwickelt.

-Ein halbes Jahr lang standen die beiden Jung-Biber im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Sie haben die Herzen vieler Besucher geöffnet, mit ihrer Hilfe ist es gelungen, Verständnis zu wecken für den Lebensraum Auwald und die Lebensweise dieser Wasserbaumeister

Lernen mit allen Sinnen - BN-Umweltbildung auf der Landesgartenschau

Der Bund Naturschutz beteiligt sich an Landesgartenschauen mit dem Ziel, die Schätze der Natur ins Bewusstsein zu rücken und bietet auf jeder Landesgartenschau ein umweltpädagogisches Programm an. Auch die Erfahrungen in Rosenheim zeigen, dass das der richtige Weg ist. Ulla Fees und Annette Würfel stellten das Thema Auwald und Biber in den Mittelpunkt und setzten dabei auf direkte Naturerfahrung und ein qualifiziertes Angebot, das nicht zum Konsumieren von Ausstellungstafeln, sondern zum eigenen Erleben und zum Mitmachen einlädt. Der Erfolg gibt diesem Konzept recht - die beiden Programme „ Auwald – mit allen Sinnen entdecken“ und „Biber – wir begrüßen den Burgherren“ im Rahmen der „Schule im Grünen“ waren im Nu ausgebucht ebenso wie das „Mitmachprogramm“ an Wochenenden und in den Ferien. Einmalig dürfte es sein, dass sich die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse des Förderzentrums am Gries unter Leitung von Annette Würfel schon vor der Eröffnung umfassend in die Besonderheiten des Biberlebens eingearbeitet haben, so dass sie als BetreuerInnen der Lernstationen einen großen Anteil am Erfolg der Schule im Grünen haben.

Allein 75 mal fand die Schule im Grünen statt und lockte ca. 1500 Teilnehmer an. Kein Wunder- denn im Angebot waren Biberspiele, Stationen zum Experimentieren, Auwaldbilder und ein Biberquiz. Eigene Erfahrungen sammeln, am konkreten Beispiel lernen, ausprobieren, ob man wie ein Biber nagen kann. Spielerisches Lernen in einer anregenden Lernumgebung schafft einen anderen Zugang - ganz nebenbei geschieht das, was mit dem Begriff Wissensvermittlung gemeint ist. Nicht das Wissen steht im Vordergrund, sondern die eigene Erfahrung, das Lernen am konkreten Beispiel. Vor allem Schulen und Kindergärten buchten im Voraus die beiden Angebote. Für Familien und Kinder hatte Ulla Fees, die Umweltpädagogin der Kreisgruppe Rosenheim zusätzlich als offenes Angebot an 31 Tagen ein spannendes Mitmachprogramm auf die Beine gestellt.

Pressemitteilung BN- Bildungswerk Regensburg

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