Die Polizei, ADAC und Automobilclub beziehen Stellung

Wie gefährlich ist "Driften" und welche Konsequenzen drohen?

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Bayern - Seit dem Neuschnee ist das sogenannte "Driften" mit dem Aut auf Parkplätzen und Straßen vor allem bei den jüngeren Autofahrern wieder sehr beliebt. Doch wie gefährlich ist das? Die Polizei und der Automobilclub Bad Aibling beziehen Stellung.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ereignete sich am Sudelfeld ein fürchterlicher Unfall, bei dem zwei junge Männer aus Tirol ihr Leben verloren. Ein Zeuge hatte bei der Polizei in Kiefersfelden ausgesagt, dass er das Auto kurz vor dem Unfall am Dienstag gegen 22 Uhr mehrmals über den Parkplatz Himmelmoos - von dort stürzte das Auto kopfüber in den Auerbach - driften gesehen habe.

In Bad Aibling geht der Automobilclub in die Offensive, nachdem - offensichtlich auch durch Driften - der Zaun vom Vereinsgelände beschädigt wurde.

Es stellt sich nun die Frage, wie gefährlich das Driften ist und welche rechtlichen Konsequenzen den Fahrer erwarten. 

Das sagt die Polizei zum Driften

Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, erklärte auf Nachfrage von rosenheim24.de, dass Driften keine der häufigsten Unfallursachen im öffentlichen Straßenverkehr sei. "Im öffentlichen Verkehrsraum ist Driften auch grundsätzlich nicht verboten, aber unerwünscht." Im privaten Raum spiele es keine Rolle. Er wies jedoch darauf hin, dass man, egal wie die Witterung sei, darauf achten soll, wie man fährt. "Das Problem ist,dass es sehr schwierig ist, den Betroffenen das Driften nachzuweisen."

Automobilclub plädiert für Fahrertraining

Emil Mathe, erster Vorsitzender des Automobilclubs Bad Aibling äußerte sich zu dem Thema dahingehend, dass junge Burschen generell nie die Möglichkeit haben, so etwas zu testen, weswegen sie das auf Parkplätzen ohne Aufsicht machen. "Man sollte im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings die Reaktion des eigenen Autos ausprobieren. Die eigene Sicherheit sollte einem das wert sein."

Was tun, wenn das Auto unbeabsichtigt ausbricht?

Sollte das Fahrzeug einmal unbeabsichtigt ausbrechen, rät der ADAC dazu, kurz und kräftig zu bremsen und gefühlvoll gegenzulenken. "Das reicht meist schon aus, um das Auto wieder unter Kontrolle zu bringen", erklärt eine Mitarbeiterin des ADAC gegenüber unserer Redaktion. "Wenn sich das Fahrzeug trotzdem nicht mehr kontrollieren lässt, dann hilft nur noch kräftig in die Eisen zu steigen, also eine Vollbremsung zu machen."

jb

Rubriklistenbild: © dpa

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