Tüßling peilt konstruktive Gespräche an

Allee zwischen Marktgemeinde und Kreisstadt: Entschärfung der Todesstrecke

+
Die Eschenallee zwischen der Kreisstadt Altötting und der Marktgemeinde Tüßling ist eine gefährliche Strecke.
  • schließen

Tüßling/Landkreis Altötting – Die Eschenallee zwischen Marktgemeinde und Kreisstadt: Wenn es da kracht, ist es meist tödlich. Was tun? Problem: Wo die einen sehr gerne wollen, sagen die anderen, dass sie nicht können.

Wieder einmal steht die Kreisstraße zwischen Tüßling und Altötting im Fokus. Dieses Mal nicht wegen eines aktuellen Unfalls. Das ist gut. Dieses Mal kommt aus dem Marktgemeinderat der Vorschlag, Kontakt mit dem Landratsamt Altötting namentlich dem Landrat Erwin Schneider direkt zu suchen. Dabei geht es unter anderem um die Fahrbahnmarkierungen.

Die Fahrbahn verbreitern? Geht nicht. Die Bäume sind im Weg. Bäume fällen? Geht nicht. Die stehen unter besonderem Schutz. Geschwindigkeit beschränken? Möglich aber wie die Erfahrung mit derartigen Maßnahmen zeigt: Es halten sich zu wenige daran

Es hat aber schon mehrfach arg gekracht wie hier im März 2017 oder hier im Mai 2016.

Die Eschen umzuschneiden ist keine Lösung!

Da es sich bei dieser Verbindung zwischen Altötting und Tüßling um eine Kreisstraße handelt, ist das Landratsamt der zuständige Ansprechpartner. „Die Eschenallee ist mit einer Länge von 3,5 Kilometern die längste Bayerns. Sie wurde 1973 als Naturdenkmal unter Schutz gestellt“, hieß es zuletzt im Mai 2017 auf Nachfrage von innsalzach24.de von der Pressestelle. „Die Allee ist wertvoller Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Beispielsweise sind ca. 15 % der Bäume von Fledermäusen bewohnt, die nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt sind.“ Bäume umzuschneiden fällt also aus.

Straße verbreitern: Wie denn, ohne die Bäume umzuschneiden?

Es ist definitiv eng auf der Eschenallee zwischen Altötting und Tüßling. Sie zu verbreitern: schwierig, weil ja rechts und links die Bäume stehen. Hier rückt aber dennoch die Frage nach der Bankettbefestigung in den Fokus. Die macht aber auf den ersten Blick schon keinen Sinn ohne eine grundsätzliche Verbreiterung, wozu man wiederum die Bäume umschneiden oder mindestens versetzen müsste

Ist die Fahrbahnmarkierung die Lösung?

Mit der teilweisen Wegnahme des Mittelstreifens habe man versucht, den Verkehr zu entschleunigen weil dadurch die Straße automatisch enger wirke, so die Auskunft der Pressestelle des Landratsamtes im Mai letzten Jahres. Genau da setzt die jüngste Kritik aus dem Tüßlinger Marktgemeinderat an. Die aktuelle Fahrbahnmarkierung sei so, wie sie jetzt auf dieser Strecke gestaltet ist, nur wenig zielführend. Es werde immer noch gerast und noch immer käme es zu haarsträubenden Manövern von Autofahrern. 

Konstruktive Gespräche angepeilt:

Dagegen soll der neue Vorstoß jetzt zumindest neue und vor allem konstruktive Gespräche der Tüßlinger mit dem Landratsamt generieren. Fraktionsübergreifend sollen Wahrnehmungen genauso wie Ideen zur Lösung gesammelt werden. Diese soll dann eine Abordnung mit zuvorderst der Ersten Bürgermeisterin Stephanie Bruges-von Pfuel sowie Gemeinderäten möglichst dem Landrat Erwin Schneider direkt vortragen.

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser