Ainringer (53) terrorisierte Familie und Bekannte

Unterbringung in der Psychiatrie "auf Bewährung"

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Ainring/Freilassing - Ein 53-Jähriger soll im  Jahr 2015 monatelang seine eigene Familie sowie einen Mann aus Freilassing terrorisiert haben. Nun muss er sich deswegen vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

UPDATE, 15.55 Uhr: Unterbringung in der Psychiatrie "auf Bewährung"

Wie das Landgericht Traunstein auf Nachfrage von BGLand24.de mitteilte, wurde der Mann zu einer Unterbringung in eine psychiatrische Anstalt verurteilt, allerdings auf Bewährung. 

Sollte der Mann sich noch einmal etwas zu Schulden kommen lassen, wird er umgehend eingewiesen. Außerdem entzog das Gericht dem Mann auch seinen Führerschein.

ERSTMELDUNG

Es ist eine beachtliche Liste von Vorwürfen, wegen derer sich ein 53-jähriger aus Ainring am Montag vor dem Landgericht Traunstein verantworten muss. 

Lange Liste von Vergehen

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich der Tatbestände der fahrlässigen Trunkenheit im Verkehr, der Beleidigung in drei Fällen, der Sachbeschädigung in sieben Fällen, der Beleidigung in Tateinheit mit Sachbeschädigung, der üblen Nachrede in Tateinheit mit Bedrohung, der Beleidigung in Tateinheit mit Bedrohung, der Bedrohung in zwei Fällen, des Missbrauchs von Notfrufen in drei Fällen und des vorsätzlichen unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe oder eines einer Schusswaffe gleichgestellten Gegenstandes in zwei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit dem unerlaubten Besitz von Munition schuldig gemacht zu haben.

Eigene Familie und Mann aus Freilassing terrorisiert

All diese Taten beging er, als er nach Darstellung der Anklage von Mai bis Juli 2015 seine Familie sowie einen Mann aus Freilassing terrorisierte. 

Der Freilassinger wurde von ihm mehrfach bedroht, unter anderem mit den Worten "du Hurenficker, ich komme wieder und du bist hin" oder "Du vögelst meine Alte, ich bringe dich um Glaub mirs, ich bringe dich um." Letztere Drohung sprach er in Gegenwart von Frau und Kindern des Nachbarn aus. Darüber hinaus beschädigte er mehrfach das Eigentum des Nachbarn sowie insbesondere dessen Auto, unter anderem, indem er dagegen urinierte.

Auch seine eigenen Eltern bedrohte er massiv. Zudem missbrauchte er mehrfach den Notruf.Einmal behauptete er, das sein Vater von einem Suizidversuch abgehalten müsste. Ein anderes Mal, dass dieser unerlaubt Waffen besitze und außerdem Steuern hinterziehe. Auch gegen seine eigene Ehefrau, die von ihm getrennt lebt, ging er auf diese Weise vor. In diesem Fall behauptete er gegenüber der Notrufzentrale, sie würde den gemeinsamen Sohn schlagen.

Unterbringung in Psychiatrie gefordert

Auf Grund ihrer Einschätzung des Beschuldigten und seiner Taten ginge von ihm daher nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft eine Gefahr für die Allgemeinheit aus. Daher sei eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung notwendig.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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