Geiselnahme durch Rentner: Geständnis erwartet

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Traunstein - Zwei Rentner-Ehepaare haben ihren Anlageberater tagelang als Geisel festgehalten. Im Prozess gegen die rabiate Senioren-Gang wird nun ein Geständnis erwartet.

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Mit der Vernehmung eines Komplizen geht an diesem Donnerstag der Prozess gegen drei Rentner um die spektakuläre Geiselnahme eines Anlageberaters weiter. Der in Deutschland geborene US-Amerikaner arbeitete einst für den Finanzberater, bei dem zwei Rentner-Ehepaare aus Oberbayern mehrere Millionen US-Dollar angelegt hatten. Bereits zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Traunstein am 8. Februar hatte der Verteidiger des 61-Jährigen eine ausführliche Erklärung seines Mandanten angekündigt, die einem Geständnis gleichkommen dürfte.

Die Angeklagten im Alter zwischen 61 und 80 Jahren sollen ihren Anlageberater im Juni 2009 im Keller eines Hauses nahe dem Chiemsee tagelang als Geisel genommen haben. Sie wollten so in einer Art Selbstjustiz die Herausgabe der angelegten Millionen erpressen, wie die Staatsanwaltschaft glaubt. Das Opfer wurde jedoch von der Polizei befreit.

Am ersten Verhandlungstag hatte der 74 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter eine Geiselnahme bestritten und stattdessen von einer Einladung “für ein paar Tage Urlaub in Oberbayern“ gesprochen. Für den Prozess vor der 2. Strafkammer des Traunsteiner Landgerichts sind weitere vier Verhandlungstage vorgesehen. Ein 67 Jahre alter Arzt ist derzeit wegen einer Krankheit nicht verhandlungsfähig. Die Urteile sollen am 23. März gesprochen werden.

dpa

Rubriklistenbild: © Fotostudio Lenz/Chiemgau24.de

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