Italienischer Bestatter verschlampt Papiere von Leiche

Münchner Witwer: "Gebt mir endlich meine Frau zurück!"

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München/Genua - Es muss ein furchtbares Gefühl für Rentner Ernst B. aus München sein: Erst kam seine Frau Irmi († 74) nach 48 Ehe-Jahren unter mysteriösen Umständen in Italien ums Leben, aber auch über zwei Monate nach ihrem Tod konnte er seine geliebte Frau noch nicht beerdigen.

Was war passiert? Wie die Bild-Zeitung berichtet, verschwand Irmi B. am 30. Oktober während einer Reise mit einer Fähre auf dem Weg von Sardinien nach Genua. "Nachts war sie plötzlich weg", so der Witwer nun gegenüber der Bild. Zwei Wochen später wurde die Leiche der Frau im Schiffsbauch in einem Wartungsschacht gefunden.

Doch dann fing das Dilemma erst richtig an: Die Umstände des Todes sind bis heute nicht geklärt. Zudem konnte Ernst B. seine Frau bisher nicht beerdigen, weil sich die Leiche immer noch in den Räumlichkeiten eines Bestatters in Genua befindet! Dieser hat laut Bild offenbar wichtige Papiere verschlampt, die eigentlich nur für Unterschriften nach Sardinien geschickt werden sollten. Deswegen konnte die Leiche bisher nicht nach Deutschland überführt werden, obwohl der Leichnam bereits am 7. Dezember von der Staatsanwaltschaft freigegeben wurde. Ernst B. fordert: "Gebt mir endlich meine Frau zurück!"

Gegen den Kapitän des Fährschiffes wurden laut Bild inzwischen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Dieser hatte am Tag des Verschwindens zwar das komplette Schiff von seiner Crew absuchen lassen, doch die Männer fanden die tote Frau erst 14 Tage später während einer Übung in einem Hafen auf Sardinien. Die Staatsanwaltschaft hat für den 22. Januar Ergebnisse angekündigt, wohingegen Ernst B. eigentlich nur einen Wunsch hat: "Ich will Frieden finden!"

mw

Rubriklistenbild: © dpa

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