Kohlenmonoxid-Vergiftung in 25 Metern Tiefe

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Geratskirchen - In Poxöd (Kreis Rottal-Inn) hat sich ein schwerer Unfall ereignet: Ein Mann wurde bei Grubenarbeiten ohnmächtig. Die Rettung gestaltete sich sehr kompliziert.

Zu einem schweren Arbeitsunfall ist es am Sonntagvormittag auf einem Weiler in Poxöd im Gemeindebereich Geratskirchen im Kreis Rottal-Inn gekommen. Ein 33-jähriger Hofbewohner und sein 26-jähriger Bruder wollten in einer 25 Meter tiefen Grube Reperaturarbeiten an einer Pumpe vornehmen. Der ältere der beiden ist hinabgestiegen, ohne vorher den Sauerstoffgehalt in der Grube zu messen und wurde in 25 Metern Tiefe plötzlich ohnmächtig. 

Der jüngere Bruder setzte sofort den Notruf ab. Die Ortsfeuerwehr Geratskirchen konnte einen Atemschutzgeräteträger nach unten in die Grube abseilen zur Erstversorgung. Schnell war klar, eine Bergung in diesem Ausmaß kann die Ortsfeuerwehr alleine nicht stemmen, so wurden die Wehren aus Töging am Inn und Reischach (beide Landkreis Altötting) nachalarmiert. Da sich der Einsatz zunehmend schwieriger gestaltete wurde letztlich noch die Höhenrettungsgruppe der Werkfeuerwehr Gendorf alarmiert, welche mit sieben Mann und Spezialausrüstung anrückten und den Verletzten aus der Grube befreien konnten. 

Arbeitsunfall in Poxöd

Da die Grube nur 50 bis 60 Zentimeter breit war, gestaltete sich die Rettung äußerst schwierig. Der Verletzte wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen, welches eine Druckkammer bereitstellen kann. Wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, war der Kohlenmonoxidwert in der Grube deutlich überschritten.

Timebreak21

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