Fieser Fall aus Geretsried

"Polizist" betrügt Oma (84) um hohe fünfstellige Summe

Geretsried - Eine Seniorin aus Geretsried wurde Opfer perfider Betrüger. Unter Vortäuschung eines bevorstehenden Verbrechens wurde die Dame um ihr Erspartes gebracht. Die Masche ist dreist, bekannt aber leider immer wieder erfolgreich:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Ein falscher Polizeibeamter meldet sich telefonisch vorrangig bei älteren Menschen. Er erzählt ihnen, dass bei einer kürzlich erfolgten Festnahme eines Verbrechers Hinweise aufgefunden wurden, dass die angerufene Person Ziel eines Einbruchs werden soll. Für die Betroffenen natürlich ein Schock. Der Anrufer setzt aber noch eines obendrauf: Der Festgenommene hätte noch flüchtige Komplizen und nun ginge man davon aus, dass diese den gefassten Plan in die Tat umsetzen wollen. 

Überwältigt von dem Bedrohungsszenario nehmen die späteren Geschädigten jede Hilfe an, die der Anrufer Ihnen bietet: in den meisten Fällen soll das Bargeld und Schmuck an einen Kollegen übergeben werden. Dieser würde die Wertgegenstände verwahren und sichern, bis die fiktiven Flüchtigen ebenfalls festgenommen werden. 

So geschah es auch am Dienstag, den 21. Januar 2020. Durch geschickte Gesprächsführung wurde den Tätern durch das unbedarfte 84-jährige Opfer Bargeld und Schmuck im hohen fünfstelligen Bereich übergeben. 

Warnhinweis der Polizei: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt an dieser Stelle abermals ausdrücklich vor betrügerischen Anrufen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau. Sollten Sie einen derartigen Anruf erhalten, legen sie sofort auf und verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110. Sprechen Sie auch insbesondere mit älteren Verwandten und Bekannten über diese dreiste Masche. 

Die Ermittlungen in dem Betrugsfall führt nun die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT