Urteil: Bierkönigin darf weiter werben

Nürnberg/Regensburg - Neu verhandelt wurde nun der Streit um die "Oberpfälzer Bierkönigin". Die darf nun wieder für eine Regensburger Brauerei werben. Der Hintergrund:

Eine Regensburger Brauerei darf weiter mit der “Oberpfälzer Bierkönigin“ für sich werben. Auch wenn die junge Dame nicht von einem offiziellen Gremium gekürt worden sei und nur für eines der zahlreichen oberpfälzischen Biere werbe, handele es sich nicht um unlauteren Wettbewerb, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg am Dienstag. “Der Verbraucher weiß, dass die Wahl der Bierkönigin eng mit Absatzinteressen von Brauereien verbunden ist.“

Zum Hintergrund: Die Regensburger Brauerei Bischofshof hatte die Oberpfälzer Bierkönigin gekürt und beanspruchte das alleinige Vermarktungsrecht. Als die Konkurrenz die Bierkönigin zu einer Veranstaltung einladen wollte, wurde ihr das von Bischofshof untersagt. Begründung: Die Bierkönigin steht anderen Brauereien nicht zur Verfügung.

Dagegen klagte die zweite Brauerei und bekam in erster Instanz Recht. Das Regensburger Landgericht schloss sich der Meinung Brauerei an. Die Wahl einer Oberpfälzer Bierkönigin und deren Auftritte seien unlautere Werbung, wodurch die Verbraucher getäuscht würden. Die Bierkönigin stehe nur für eine einzelne der 70 oberpfälzischen Brauereien und sei nicht von einem Gremium oder dem Bezirk Oberpfalz gekürt worden. Daher stehe die "Oberpfälzer Bierkönigin" mitnichten für den Bezirk, sondern lediglich für eine Brauerei. Das sei irreführend und daher unzulässig.

Dieses Urteil hob das OLG nun auf. 

dpa/lby 

Rubriklistenbild: © dpa

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