Geschäftsführer als Millionen-Schwindler

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München/Rosenheim/Burgkirchen - Drei Geschäftsführer von Autofirmen in Rosenheim und Burgkirchen stehen wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor Gericht. Ihre dreiste Masche:

Mitangeklagt wegen Beihilfe ist vor dem Münchner Landgericht ein österreichischer Geschäftsmann. Zwei 34 und 51 Jahre alte Angeklagte haben zum Prozessauftakt ihr Betrugssystem weitgehend gestanden.

Die Unternehmen handelten mit hochwertigen Autos. Die Geschäftsführer hatten sich laut Anklage 2008 zusammengeschlossen, um durch falsche Steuererklärungen ihre Einnahmen aufzubessern. Dazu seien beim Kauf von Fahrzeugen zum Schein weitere Unternehmer eingeschaltet und die angeblichen innergemeinschaftlichen Lieferungen nach Österreich von der sonst fälligen Umsatzsteuer befreit worden.

Es folgten Zwischenverkäufe zum Schein mit Geltendmachung der Umsatzsteuer, aber ohne Steuererklärung an den Fiskus. Zum Schluss kauften die Firmen der Angeklagten die Fahrzeuge und reichten Umsatzsteuervoranmeldungen ein. Auf diese Weise erhielten sie für jeden Wagen 19 Prozent des Kaufpreises vom Finanzamt.

Das Umsatzsteuerkarussell soll sich 2008 und 2009 gedreht haben. Die Staatsanwaltschaft listet einen effektiven Schaden von gut vier Millionen Euro auf. Bei der beabsichtigten Hinterziehung von weiteren zwei Millionen Euro seien die Angeklagten gescheitert. Gegen sie wird voraussichtlich an vier Tagen verhandelt.

Das in Rosenheim betroffene Autohaus existiert inzwischen nicht mehr.

dpa/ro24

Rubriklistenbild: © dpa

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