Gasalarm! Rastanlage evakuiert, fünf Verletzte

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Holzkirchen - Weil der Fahrer eines italienischen Sattelzuges auf der A 8 am Rastplatz Holzkirchen offenbar durch austretende Gase seiner Ladung eine Vergiftung erlitt, ist die Rastanlage evakuiert und gesperrt worden.

Am Mittwoch gegen 1.50 Uhr teilte der Fahrer eines italienischen Sattelzuges von der Tank- und Rastanlage Holzkirchen an der A 8 in Richtung München aus mit, dass er unter massiven Atembeschwerden leidet. Ein alarmierter Notarzt mit drei Sanitätern klagte kurz nach Eintreffen ebenfalls über Atemnot. Da offenbar die Ladung des Gespanns die Ursache für die Beschwerden war, wurde die Rastanlage von Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr sicherheitshalber geräumt und die Zufahrt gesperrt.

Der Fahrer, der Notarzt und die drei Sanitäter wurden mit Atemnotbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr bestand nicht.

Zur Identifizierung der Ladungsinhalte wurden Spezialisten des Gefahrguttrupps Oberbayern Süd hinzugezogen. Bei der Ladung handelt es sich um Feststoffe, die entzündliche Flüssigkeiten enthalten. Industrielle Pharmaabfälle sollten von Italien nach Köln zur Vernichtung transportiert werden.

Ob gefahrgutrechtliche Verstöße vorliegen, wird derzeit noch geprüft. Warum die chemischen Substanzen die Beschwerden ausgelöst haben, werden Spezialisten klären.

Der Sattelzug wurde zu einer nahe gelegenen Fachfirma geschleppt, wo weitere Überprüfungen und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Hier wird auch darüber entschieden, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen eine Fortsetzung der Fahrt möglich ist.

Kurz nach 8 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben und die Tank- und Rastanlage wieder für den Verkehr freigegeben. An dem Einsatz war neben Polizei und Rettungsdienst auch die Werksfeuerwehr des Industrieparks Gendorf beteiligt. Auch von den Feuerwehren Holzkirchen, Föching, Weyarn, Otterfing, Miesbach und Tegernsee waren insgesamt 127 Einsatzkräfte vor Ort.

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