Gold-Evi zurück in der Heimat

Reit im Winkl - Goldmedaillen-Gewinnerin Evi Sachenbacher-Stehle ist in ihrer Gemeinde begeistert empfangen worden. Die Langläuferin ist in einem Cabriolet durch den Ort an hunderten Fans vorbeigefahren.

Der Ort leuchtet. Denn ihre Augen leuchten. Ihre Medaillen leuchten. Gold und Silber. Ein wunderschöner Glanz. Der Glanz von Vancouver färbt immer noch auf die strahlende Siegerin Evi Sachenbacher-Stehle ab. Die Langlaufkönigin wird triumphal empfangen in ihrer Heimat. Vom Festsaal geht es im Cabriolet zum Rathaus. Eine Strecke, die nur 500 Meter misst, aber für Sachenbacher-Stehle eine unendlich lange Reise. Denn der Wagen kommt nur langsam voran im Bad der Menschenmassen. Sie winkt, sie strahlt, sie zeigt ihre beiden Medaillen. Geduldig, immer und immer wieder.

Die Musikkapelle spielt einen Marsch, die Leute klatschen und jubeln. Es ist mittlerweile die dritte Siegerehrung für die erfolgreichste deutsche Langläuferin aller Zeiten. Vancouver, München und jetzt Reit im Winkl. Vor dem Rathaus hält der Wagen an, Sachenbacher-Stehle klettert aus dem Cabriolet und zwängt sich durch die tobende Menge.

Bilder vom Empfang

Fans feiern Evi Sachenbacher-Stehle 

Kindergartenkinder fuchteln vor dem Eingang ganz wild mit Deutschland-Fähnchen. Jeder will ein Foto, den Star anfassen. Es ist die Goldmedaille von allen Einheimischen an diesem Tag. Sachenbacher-Stehle schlägt sich durch bis in den ersten Stock des Rathauses. Kaum betritt sie den Balkon, herrscht völliger Ausnahmezustand. Viele Redner treten ans Mikrofon - der Bürgermeister, der Vorstand des WSV, Vertreter vom Landkreis Traunstein. "Wir wolln die Evi sehn, wir wolln die Evi sehn", antworten die Fans.

Empfang von Sachenbacher-Stehle und Kühn

"Ich bin total überwältigt von diesem tollen Empfang. Vielen Dank für Eure Unterstützung", ruft die bewegte Gold-Evi. Sie muss noch viele Hände schütteln, Blumen werden überreicht, Fotos geschossen. Es wirkt fast anstrengender für sie als auf der Loipe in Vancouver. Was sie für die Zukunft noch so alles plane, wird sie gefragt. "Ich will nächstes Jahr bei der Weltmeisterschaft starten, was danach passiert, muss man abwarten." Eines steht aber bereits fest: Mit den beiden Medaillen in Vancouver ist sie nun die erfolgreichste Sportlerin im Ort, noch vor Rosi Mittermaier.

Stefan Forster        

Rubriklistenbild: © sf

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