Todesfahrer muss nicht in U-Haft

Grafing - "Keine ausreichenden Gründe für Untersuchungshaft": Der junge Mann, der in der Nacht auf Samstag einen 17-Jährigen tot gefahren hat, muss nicht ins Gefängnis.

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Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht München II stellte am Samstag, 13.10.12, einen Haftantrag gegen den 18-jährigen Fahrer, der mit seinem Audi in der Nacht auf Samstag, 13. Oktober, gegen 1.30 Uhr, nach einer Geburtstagsfeier auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Aiterndorf und Unterelkofen einen 17-jährigen Fußgänger erfasst hatte. Das hat die Polizei am Mittag mitgeteilt.

Der Jugendliche wurde zunächst schwerst verletzt ins Klinikum nach München-Bogenhausen gebracht und erlag dort dann am Samstagmorgen seinen Verletzungen. Anschließend floh der Unfallfahrer mit seinem silbernen Wagen von der Unfallstelle, ohne sich um den Schwerstverletzten zu kümmern. Es wurde außerdem vermutet, dass der Fahrer Alkohol und/oder Drogen konsumiert hatte. Dies hat die Polizei allerdings bislang nicht bestätigt.

UPDATE: Haftrichter sieht keinen Grund für U-Haft

Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, wurde der 18-Jährige noch am Sonntag aus der Haft entlassen. Nachdem der junge Mann dem Haftrichter vorgeführt worden war, kam dieser nach Prüfung des Sachverhalts zu dem Ergebnis, dass "keine ausreichenden Gründe für eine Untersuchungshaft vorliegen".

Im Unfallfahrzeug befanden sich zudem eine 20-jährige Frau und zwei 17- bzw. 18-jährige Beifahrer. Die Beifahrer blieben ebenfalls, wie der Fahrer, unverletzt. Ob auch gegen die Beifahrer wegen Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung strafrechtlich ermittelt werden muss, werden erst die weiteren Vernehmungen ergeben.

Pressemeldung PP Obb. Nord / redro24

Rubriklistenbild: © dpa

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