Polizei steht vor einem Rätsel

Bergsteiger stürzt am Heiligabend an der Zugspitze in den Tod

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Zu einer Bergtour auf das Kreuzeck war ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Freising am 24. Dezember aufgebrochen. Dann wurde der Leichnam des 31-Jährigen gefunden. Er war offenbar bereits tags zuvor in einer steilen Felsrinne abgestürzt.

Am 24. Dezember startete ein 31-Jähriger aus Moosburg an der Isar (Landkreis Freising) in Grainau/Hammersbach eine Bergtour. Er wollte über das Höllental und den Osterfelder zum Kreuzeck gehen und dort übernachten.

Weil er sich im Laufe des Tages nicht mehr bei seinen Verwandten meldete und diese ihn auch nicht telefonisch erreichen konnten, verständigten sie tags darauf die Polizei. Das Auto des Vermissten konnte am Vormittag des 25. Dezember in Hammersbach gefunden werden. Daraufhin startete eine Suchaktion mit Kräften der Bergwacht Grainau, Garmisch-Partenkirchen und der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei.

Bereits um 13.10 Uhr konnte der Vermisste - leider leblos - aufgefunden werden. Nach dem Stand der Ermittlungen war der Mann vermutlich bereits am Morgen des 24. Dezember auf dem Weg von Hammersbach zum Stangensteig verunglückt, der über die Höllentalklamm führt.

Bereits vor dem Stangensteig verlor er wohl in einer steilen Felsrinne den Halt und stürzte in der Rinne ab. Durch Kräfte der Bergwacht Grainau und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei wurde der Leichnam des Verunglückten geborgen. Wie genau es zu dem tragischen Bergunfall kommen konnte, das untersucht jetzt ein Polizeibergführer.

Fall stellt die Polizei vor ein Rätsel

Die Bergwacht Grainau war mit zehn Mann, die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mit drei Mann, die Alpine Einsatzgruppe mit vier Mann an der Suche beteiligt. Außerdem stand ein Hubschrauber der Bundespolizei zur Verfügung.

Der Fall stellt die Polizei vor ein Rätsel. Wollte der Mann den Tag auf dem Berg verbringen? "Bei mir hatte er sich nicht vorab gemeldet", sagt Barbara Bokor, die Wirtin im Kreuzeckhaus, gegenüber unserem Partnerportal tz.de.

Die Höllentalklamm ist im Winter nur schwer bis gar nicht begehbar, meist finden nur Skifahrer den Weg dorthin. "Es ist verwunderlich, dass ein Wanderer diese Route wählt." Hinzu kommt, dass auf dem schmalen Stangensteig derzeit viel Schnee liegt. Das macht den Weg noch schwieriger.

"Der Wind hat den Weg an der Felswand mit Schnee aufgefüllt", erklärt Christoph Vogg von der Bergwacht Grainau gegenüber unserem Partnerportal tz.de. "Der Schnee war bockhart, das ist sehr gefährlich." Gesperrt sei die Route im Winter aber nicht, da es sich um freie Natur handele. 

ksl/Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa

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