Flüchtling übergießt sich mit Benzin und fuchtelt mit Feuerzeug

"Das ist seine Methode, auf sich aufmerksam zu machen!"

Gröbenzell - Am Donnerstag, gegen 10.30 Uhr, haben sich in der Olchinger Straße in Gröbenzell an der dortigen Tankstelle unfassbare Szenen abgespielt:

Ein Flüchtling trinkt und überschüttet sich mit Benzin und fuchtelt dann mit einem Feuerzeug herum. Er droht, sich anzuzünden. Tankstellen-Kunden versuchen den Mann zu beruhigen. Die Polizei eilt nach mehreren Notrufen mit einem Großaufgebot an den Ort des Geschehens, riegelt die Straße ab und kann durch eine geschickte Ansprache den Nigerianer (36) letztlich von seinem Vorhaben abbringen und ihn in ein Krankenhaus einliefern.

Doch was steckt dahinter? Die tz hat mit Augenzeugen gesprochen. "Er (Anm. der Redaktion: der Nigerianer) hat sie (Anm.: die Kunden) beschimpft, abgewehrt und drohend mit einem Feuerzeug herum gefuchtelt. Ich habe dann sofort die Polizei gerufen", sagte Ayman L., der gegenüber vom Tatort einen Imbiss betreibt, der tz. 

Während die Polizei offenbar von einem versuchten Suizid ausgeht, sieht man das beim Helferkreis Gröbenzell anders. "Das ist eine Demonstration und seine Methode, auf sich aufmerksam zu machen", sagte eine Sprecherin der Zeitung. Der 36-Jährige sei zuvor immer wieder durch Aggressivität und hohen Alkoholkonsum aufgefallen. Kurz davor soll der Mann auch seinen Job in einer Bäckerei verloren und seinen Schrank in der Asylbewerberunterkunft angezündet haben. "Er hat immer revoltiert, egal welche Anordnung vom Landratsamt kam", berichtet die Asylhelferin weiter. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

mw

Rubriklistenbild: © dpa

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