Nach Großeinsatz im Landkreis Weilheim-Schongau

Brand im Kloster Rottenbuch: "Fürchterlich für die Einrichtung, den Ort und die Region"

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Ein Dachstuhlbrand im Kloster Rottenbuch sorgt für hohen Schaden.
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Landkreis Weilheim-Schongau - Der Dachstuhlbrand eines Gebäudes im Kloster Rottenbuch hat am frühen Dienstagabend Einsatzkräfte in Atem gehalten. Mittlerweile scheint das Feuer unter Kontrolle zu sein.

Update, 20. September, 10.50 Uhr - eine der größten Brandkatastrophen im Landkreis bisher

Auch am Tag danach sitzt der Schock tief im Kloster Rottenbuch im Landkreis Weilheim-Schongau. Nachdem in der Nacht zum Mittwoch der Dachstuhl des mehrstöckigen historischen Bräuhauses gebrannt hat und das ganze Gebäude zerstört worden ist, wird nun nach der Ursache gesucht.

Etwa zweieinhalb Stunden haben die rund 300 Einsatzkräfte in der Nacht gebraucht, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und zu verhindern, dass es sich auf die Nachbargebäude ausbreitet.

Bei dem Brand im Kloster Rottenbuch handelt es sich laut Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta um eine der größten Brandkatastrophen der vergangenen Jahre im Landkreis Weilheim-Schongau, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Das Dillinger Regens-Wagner-Werk betreibt im 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelösten ehemaligen Kloster der Augustiner-Chorherren einen großen Bildungsstandort.

Neun Millionen Euro hat die kirchliche Einrichtung in die Generalsanierung des historischen Gebäudes investiert, heißt es in dem Bericht bei merkur.de. Weitere 3,7 Millionen Euro hat der Freistaat dazugegeben.

Im November sollte das Gebäude wiedereröffnet werden und rund 300 Schülern der Fachakademie für Sozialpädagogik und der Berufsfachschule für Kinderpflege Platz bieten. Nun ist das Gebäude jedoch komplett zerstört und mussten Teile davon sogar abgetragen werden.

"Es ist fürchterlich für die Einrichtung, fürchterlich für den Ort und die Region", wird Achim Gerbig, Gesamtleiter von Regens-Wagner in Rottenbuch, von merkur.de zitiert.

Update, 11.40 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Am frühen Abend des 18. Septembers geriet das Kloster Rottenbuch in Brand und wurde stark beschädigt. Die regionalen Feuerwehren bekämpften mit knapp 300 Einsatzkräften den Brand vor Ort. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Weilheim übernahmen die Ermittlungen.

Gegen 18.50 Uhr wurde über die Integrierte Leitstelle ein Brand im Kloster Rottenbuch mitgeteilt. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehren stand das Kloster im Bereich des Dachstuhls im Vollbrand. Die aufwendigen Löscharbeiten liefen über die gesamte Nacht und dauern derzeit noch an. Für die finale Brandbekämpfung wird im Laufe der Vormittagsstunden des 19. Septembers schweres Gerät zum kontrollierten Abriss des oberen Stockwerkes angefordert werden.

Großbrand im Kloster Rottenbuch

Die Spezialisten für Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim sind ebenfalls bereits vor Ort und werden diese Arbeiten begleiten. Nachdem der Brandort ohne Gefahr für die Ermittler betreten werden kann, werden diese sofort mit den äußerst schwierigen Spurensicherungs- und Ermittlungsmaßnahmen zur Brandursache beginnen. In dem Zusammenhang wird dann auch geprüft, ob eventuell weitere Spezialisten vom bayerischen Landeskriminalamt zur Klärung der Brandentstehung hinzugezogen werden. Die Untersuchungen des Brandortes werden aufgrund der Komplexität voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

An und im Kloster Rottenbuch werden seit Jahren Umbauarbeiten durchgeführt, weshalb unter anderem zu einem derartig frühen Zeitpunkt keine konkreten Angaben zur Schadenshöhe gemacht werden können. Ersten Einschätzungen nach dürfte sich der Schaden im Bereich von mehreren Millionen Euro bewegen.

Die Ermittlungen zur Brandursache des Fachkommissariats 1 der Kripo Weilheim gehen derzeit in alle Richtungen, wobei ersten Erkenntnissen zufolge keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vorhanden sind.

Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim bittet um sachdienliche Hinweise zur Klärung der Brandursache unter der Telefonnummer 0881/6400:

  • Wer hat zu einem frühen Zeitpunkt des Brandes beziehungsweise Brandausbruchs im Bereich des Klosters Rottenbuch Beobachtungen gemacht, die zur Klärung der Brandursache beitragen können?

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

Update, 9.10 Uhr - Ursache wird ermittelt

Ein Millionenschaden soll nach ersten Schätzungen der Polizei bei dem Großbrand im Kloster Rottenbuch entstanden sein. Dies berichtet unser Partnerportal merkur.de.

Demzufolge sei der Dachstuhl zerstört und das historische Gebäude bis zum Erdgeschoss von Löschwasser beschädigt. Am Mittwochvormittag sollen Bagger anrücken, um das erste Stockwerk abzutragen, da das Gebäude nun möglicherweise einsturzgefährdet ist.

Mehr als 300 Einsatzkräfte und freiwillige Helfer sind in der Nacht vor Ort gewesen. Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine validen Fakten. Vor dem Feuer ist laut der Polizei ein Unwetter über die Region gezogen. Folglich könnte ein Blitzeinschlag Ursache für den Brand gewesen sein. Ermittler sollen nun die genaue Ursache klären.

Vorbericht

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord berichtet, ist am Dienstag etwa 19.15 Uhr ein Brand im Bereich des Klosters Rottenbuch im Landkreis Weilheim-Schongau gekommen. Der Dachstuhl eines Gebäudes hat in Flammen gestanden. Daher ist es zu einem Großeinsatz von Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei gekommen, die alle zur Einsatzstelle gerufen worden sind.

Feuerwehren aus dem Umkreis bis Garmisch-Partenkirchen sind zum Einsatzort alarmiert worden, um dem Brand im Auxilium Herr zu werden. Anwohner sind aufgrund der starken Rauchentwicklung vorsorglich gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Aufgrund des Großbrandes in Rottenbuch fällt am 19. September der Unterricht an der Don-Bosco-Schule und der Heilpädagogischen Tagesstätte aus, heißt es von Seiten der Polizei. Es fahren auch keine Schulbusse. Gleichzeit entfalle der Unterricht an der Fachakademie für Erzieher und der Berufsfachschule für Kinderpfleger.

Eltern der Kinder werden von der Schule verständigt, wann die Schule wieder stattfindet. Ansprechpartner für Notfälle sind in der Schule erreichbar.

Das Gebäude ist erst für 25 Millionen Euro saniert worden, heißt es laut Berichten von vor Ort. Es sollte im November fertiggestellt werden. Das Gebäude ist denkmalgeschützt, weshalb der Schaden nicht nur finanziell, sondern auch ideell enorm sein dürfte. Der Sachschaden am Dachstuhl des Klosters ist erheblich, bestätigt die Polizei, kann aber noch nicht genau beziffert werden.

Noch in den Abendstunden haben die Einsatzkräfte den Brand in den Griff bekommen, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Nicht nur Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei seien demnach im Einsatz. Auch Anwohner helfen bei den Löscharbeiten. So haben zum Beispiel Landwirte Tankwagen mit Wasser befüllt. Sogar Betonmischfahrzeugen sind für Löschwasser genutzt worden, das zum Kloster gebracht worden ist.

Mit Stand Dienstagabend ist bei dem Brand wohl niemand verletzt worden, teilt die Polizei gegenüber merkur.de mit. Die Löscharbeiten werden bis Mittwochvormittag andauern.

ksl

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