"Bäderkönig" bei Ravensburg verunglückt

Gründer der Therme Erding: Josef Wund stirbt bei Flugzeugabsturz

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Erding/Ravensburg - Unter Opfern eines Flugzeugabsturzes bei Ravensburg am Donnerstagabend ist auch der Thermen-Investor Josef Wund gewesen. Das Kleinflugzeug war am Donnerstag in Egelsbach bei Offenbach gestartet und nahe Ravensburg in einen Wald gestürzt. Drei Menschen kamen ums Leben.

Er hat die größte Therme der Welt gebaut. Der Gründer und Architekt der Therme Erding, Josef Wund, ist am Donnerstagabend bei dem Absturz einer Cessna bei Ravensburg tödlich verunglückt. Das bestätigte am frühen Freitagmorgen Stadtrat Klaus Minkel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Vilbel gegenüber der "Frankfurter Neue Presse": "Der unerwartete Tod von Josef Wund ist in jedem Fall ein herber Verlust, weil er die Seele seines Betriebes war und die Bäderkultur in Deutschland zu zuvor unerreichten Höhen gebracht hat".

Offenbar Hinweise auf Eisbildung auf den Tragflächen

Der Unfall ereignete sich auf dem Rückflug von Egelsbach nach Friedrichshafen. An Bord sollen drei Personen gewesen sein, die alle ums Leben kamen. Wund hatte die Therme Erding gemeinsam mit seinem Sohn Jörg entworfen und gebaut. Sie wurde am 3. Oktober 1999 eröffnet und ist inzwischen die größte Therme der Welt. Die Therme wollte sich bislang noch nicht zu dem Unfall äußern.

Die Polizei bestätigte bislang, dass es sich bei den Opfern um den 45 Jahre alten Piloten aus dem österreichischen Vorarlberg, einen 49-Jährigen aus Wien und "einen 79 Jahre alten Fluggast aus dem Bodenseekreis" handelt. Das Luftfahrt-Portal Austrian Aviation Net berichtete am Freitag, unter den Opfern sei auch der Chef eines österreichischen Lufttaxi-Unternehmens. Dem Portal zufolge soll es Hinweise auf Eisbildung auf den Tragflächen geben. Ob dies jedoch die Unfallursache war, sei nicht sicher. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wird als zuständige Behörde die Ursache ermitteln.

Wind und Schnee erschweren Bergungsarbeiten

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Baden-Württemberg mit drei Toten haben Wind und Schnee die Bergungsarbeiten in der Nacht zum Freitag erschwert. Während der Nacht ging der Einsatz trotz der widrigen Witterungsbedingungen zunächst weiter. Am frühen Morgen mussten die Bergungsarbeiten wegen starker Schneefälle dann vorübergehend eingestellt werden. „Die Ermittlungen sind erst einmal ins Stocken geraten“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Über die Absturzstelle habe sich eine dichte Schneedecke gelegt.

mh

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