Grüne mit breiter Themen-Palette

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Von links: Marie-Luise Thierauf, persönliche Mitarbeiterin von MdL Franke und Kreisvorstand Berchtesgadener Land, Christiane Psenicka, Kreisvorstand Berchtesgadener Land, MdL Anne Franke, Dr. Bernhard Zimmer Kreisvorsitzender Berchtesgadener Land, Elisabeth Hagenauer, Stadträtin Freilassing und Kreisrätin Berchtesgadener Land, Dr. theol. Georg Gafus, Kreisrat Mühldorf, Sabine Kluge, Kreisvorstand Mühldorf.

Landkreis - Müller-Brot, Nazi-Aufmarsch in Halsbach, Bürgermeisterwahl im Berchtesgadener Land - dies waren einige Themen, mit denen sich die Grünen der Region 18 beschäftigten.

Ganz im Zeichen des Bürgermeisterwahlkampfs stand die aktuelle Regionalversammlung der GRÜNEN der Region 18. Kommunalpolitiker der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein trafen sich auf Einladung der Landtagsabgeordneten Anne Franke in Bad Reichenhall. Der Kreisvorsitzende aus dem Berchtesgadener Land, Dr. Bernhard Zimmer, und seine Bad Reichenhaller Vorstandskollegin Christiane Psenicka informierten eingangs über die Kurstadt. Die einmalig schöne Lage von Bad Reichenhall, die Philharmonie mit Weltniveau, die Solequellen und schöne, gepflegte Kurviertel sind ideale Voraussetzungen für ein nachhaltiges Tourismusangebot. Ein Kirchholztunnel passt denkbar schlecht in dieses Konzept, der Verkehr würde zunehmen, die Solequellen wären während des Baus nicht nutzbar und es ist nicht auszuschließen, dass sie sogar auf lange Zeit unbrauchbar werden.

MdL Anne Frankes Bericht aus dem Landtag begann mit dem aktuellen Thema „Müller-Brot“. Lt. § 40 des Lebens- und Futtermittelgesetzes hätte spätestens im Sept. 2010, als Ware zurückgefordert werden musste, die Öffentlichkeit informiert werden müssen. „Wir fordern Transparenz, alle Kontrollergebnisse müssen nach einer Nachbesserungsmöglichkeit veröffentlicht werden. Leider stimmte die bayerische Regierung im Plenum wieder gegen ein solches Gesetz. Auch kam auf der letzten Verbraucherschutzministerkonferenz zum Antrag auf mehr Transparenz die einzige Neinstimme aus Bayern. "Die Macht des mündigen Verbrauchers wird immer beschworen. "Wissen ist Macht" ist ein altes Sprichwort. Wo ist denn diese Macht, wenn es keine Informationen gibt? Der Verbraucher will zunehmend gesunde Produkte, am liebsten aus der Region. Wir GRÜNE werden uns weiter für regionale Vermarktung gesunder Produkte einsetzen und damit gleichzeitig für die bäuerliche Landwirtschaft gegen die Agrarindustrie,“ so Franke. Sie ist im Landtag Sprecherin für Verbraucherschutz und Ernährung und weiß wovon sie spricht.

Umso erfreulicher ist es, dass es in Altötting den GRÜNEN zusammen mit Bürgern gelang, einen Stall mit Intensivhaltung mit bis zu 39.999 Hühnern zu verhindern, wie die Altöttinger Kreisvorsitzende und –fraktionssprecherin Monika Pfriender berichtete. Mit einem äußerst unangenehmen Problem haben die Bürger in Halsbach zu kämpfen: „Geradezu mit Abscheu beobachten sie die Naziaufmärsche in ihrer kleinen Gemeinde. „Gemeinsam versuchen wir mit allen Mitteln der Demokratie dagegen zu halten. Wir stehen sowohl mit engagierten Aktionsbündnissen als auch mit der Kirche Seite an Seite,“ so Pfriender. Sie will einen Integrationspreis ausloben, um ein Zeichen zu setzen und erwartet fraktionsübergreifende Zustimmung.

Auch der Mühldorfer Kreisrat Dr. theol. Georg Gafus kann sich über breite Zustimmung freuen, die von den GRÜNEN initiierte und bisher von der Stadt vehement abgelehnte Gedenkveranstaltung mit Überlebenden von Auschwitz will jetzt doch die Stadt Mühldorf übernehmen. Edwin Hertlein, Kreisrat im Berchtesgadener Land und Gemeinderat in Teisendorf, dokumentierte anhand einer detaillierten und interessanten Präsentation, unterlegt mit präzisen Zahlen, dass es für das geplante Güterterminal in Teisendorf nach wie vor keinen nachgewiesenen Bedarf gibt.

Wasserkraft übernimmt im Kreis Traunstein ebenso wie im Berchtesgadener Land seit Fukushima eine zunehmend bedeutende Rolle, wie die Kreisvorsitzenden Helga Mandl und Sepp Hohlweger bestätigen. Einig ist man sich über die Landkreisgrenzen hinweg, dass hier keine voreilige Position bezogen werden kann. "Vielmehr gilt es," so Dr. Zimmer, "Informationen auszutauschen, Expertisen einzuholen und jeden einzelnen Fall sorgfältig abzuschätzen." Wasserkraft, Windenergie und Tetrafunk erfordern weitere Diskussionen, Themen für das nächste Treffen stehen damit schon fest. Als Abschluss der Regionalkonferenz genossen die Grünen noch ein Spaziergang unter Führung des Bürgermeisterkandiaten Manfred Hofmeister durch die Kurstadt Bad Reichenhall.

Pressemitteilung die Grünen, Region 18

Quelle: BGland24.de

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