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Bergung des Gefahrgut-Lkw

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Haag - Rund zehn Stunden war die B12 bei Haag nach dem Unfall eines Gefahrgut-Lkw gesperrt. 41 Flaschen Wasserstoff mussten vom THW und der Feuerwehr geborgen werden. *NEU: mit VIDEO*

Polizeimeldung zum Unfall

Mit insgesamt 41 Flaschen Wasserstoff war der LKW beladen. Eine leere Flasche wiegt immer noch etwa 50 Kilogramm, somit dauerte die Bergung durch die Feuerwehrmänner und das THW dementsprechend lange. Die Flaschen waren fast ganz leer, jedoch aus technischen Gründen mit noch rund 10% Inhalt beladen. Dieser restliche Wasserstoff musste zunächst abgelassen werden, bevor die Flaschen abmontiert und auf Gitterboxen umgeladen werden konnten.

Bergung des Gefahrgut-Lkw

Von der Freiwilligen Feuerwehr Wacker warem vier Mann am Unglücksort, die speziell für Gefahrengut-Unfälle geschult sind. Die örtliche Feuerwehr richtete zudem eine Umleitung ein.

Der Unfallhergang

Am Sonntag ereignete sich auf der B12, gegen 16.15 Uhr, auf Höhe Untersinkenbach ein schwerer Unfall.

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Erstmeldung zum Unfall

Ein 48-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Traunstein fuhr mit einem Sattelzug auf der in Richtung Passau. Der Lkw war mit Gasflaschen mit Wasserstoff beladen. Hinter dem Lkw fuhr eine Fahrzeugkolonne. Auf gerader, übersichtlicher Strecke wollte 29-jährige BMW-Fahrer den Lkw überholen. Als sich der Fahrer in Richtung Fahrbahnmitte orientierte, bemerkte er, dass von hinten ein Opel Astra Caravan bereits mehrere Fahrzeuge überholte, der von einem 26-jährigen Fahrer gelenkt wurde. Der BMW-Fahrer brach daraufhin seinen Überholvorgang ab. Zu einer Berührung der beiden Wagen kam es nicht. Als sich jedoch die beiden Fahrzeuge auf gleicher Höhe befanden, geriet der Opel Astra ins Schleudern, drehte sich mehrmals am Lkw vorbei und touchierte schließlich die Vorderachse des Sattelzugs. Der Lkw-Fahrer, der im Rückspiegel den schleudernden Wagen bemerkte, versuchte sein Fahrzeug noch abzubremsen. Nach dem Anprall stürzte der Lkw um und kam auf der rechten Seite zu liegen.

Unfall mit Gefahrgut-Lkw

Anwohner wurden evakuiert

Da es sich bei Wasserstoff um ein brennbares Gas, das mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bildet, handelt, wurden drei Häuser in unmittelbarer Nähe zur B 12 geräumt, die Bewohner wurden kamen bei Nachbarn unter und wurden vom Rettungsdienst betreut. Die Bewohner konnten mittlerweile aber in ihre Häuser zurück gebracht werden.

Gas begann zu brennen

Bei dem umgestürzten Lkw wurden mehrere Gasflaschen aus den Halterungen und die Verrohrung der Gasbatterien abgerissen. Es kam zu einem Austritt des Wasserstoffgases. Da das Gas mehrerer beschädigter Flaschen zu brennen begann, wurden zahlreiche umliegende Feuerwehren alarmiert, die den Brand aber schnell löschen und weiter ausströmendes Gas mit Wassernebel niederschlagen konnten.

Der Schaden an den beteiligten Fahrzeugen beträgt etwa 250.000 Euro, die Kosten für die Bergung und den Einsatz sind noch nicht zu beziffern.

Neben Polizei und Rettungsdienst mit Notarzt waren die Feuerwehren Haag, Winden, Westach, Maitenbeth, St. Wolfgang, Isen, Waldkraiburg, Mühldorf und die Werksfeuerwehr Wacker (TUIS-Fachberatung) sowie THW und Landratsamt Mühldorf und Straßenmeisterei Ampfing im Einsatz. Insgesamt dürften rund 130 Einsatzkräfte vor Ort gewesen sein.

red/Videoquelle: Sascha Weber, executv

Quelle: innsalzach24.de

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