Schreckliche Tragödie am Bahnhof Haar

Jugendlicher (17) erleidet Stromschlag und stürzt brennend ins Gleis - tot

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Auf einen dieser Waggons kletterte der Jugendliche und starb.
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Haar - An der Bahnstrecke Rosenheim - München hat sich in der Nacht auf Dienstag eine fürchterliche Tragödie abgespielt. Ein Jugendlicher kletterte auf einen Waggon, erlitt einen Stromschlag und starb.

UPDATE, 13.25 Uhr - Pressemeldung Polizei

Am Dienstag, den 16. April, gegen 1.15 Uhr, befand sich ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg am S-Bahnhof Haar. Er kletterte dort auf einen Kesselwaggon, der auf einem Nebengleis abgestellt war. Dabei berührte er die Oberleitung, wodurch er einen Stromschlag erlitt und vom Waggon stürzte. 

Ein unbeteiligter Zeuge sowie ein Lokführer verständigten den Rettungsdienst und die Polizei. In Folge des Stromschlags verstarb der 17-Jährige noch am Unglücksort. Die Eltern des 17-Jährigen wurden durch die Polizei und ein Kriseninterventionsteam verständigt und betreut. 

Jugendlicher am Bahnhof Haar von Stromschlag getötet

Beim Klettern auf Masten, Schutzeinrichtungen und Brücken in Gleisbereichen sowie abgestellten Schienenfahrzeugen entsteht eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz. Hier genügt oft schon die bloße Annährung und es kommt ohne Berührung zum Stromschlag. Diese Unfälle gehen oft tödlich aus. Es besteht eine sehr große Lebensgefahr.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Die Erstmeldung:

Mehrere Feuerwehren wurden in der Nacht zum vermeintlichen Brand eines Zuges im Bahnhofsbereich Haar alarmiert. Es stellte sich heraus, dass der oder .die Mitteiler offenbar einen Lichtbogen, also den Spannungsüberschlag der Oberleitung, über einem auf Gleis 3 abgestellten Güterzug bemerkt hatte/n. 

Eine Person - möglicherweise ein Jugendlicher - kam dabei ums Leben. Er hatte zuvor einen Kesselwagen trotz mehrerer am Aufstieg angebrachter Warnhinweise bestiegen. Nach dem Stromschlag soll die Person brennend ins Gleisbett gestürzt sein. Der Jugendliche kam dabei ums Leben, wie das Polizeipräsidium München inzwischen bestätigt hat.

Der Schienenverkehr auf der fünfgleisigen Strecke musste aufgrund des Feuerwehreinsatzes und der Ermittlungen der Polizei für längere Zeit eingestellt werden.

Thomas Gaulke/mw

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