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Schnittverletzungen im Gesicht und am Hals

Häftling attackiert Justizbeamte  - heftige Verletzungen

Memmingen - Ein Häftling hat in der Justizvollzugsanstalt Memmingen mehrere Beamte angegriffen und sie zum Teil erheblich verletzt.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wird gegen den 21-Jährigen wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Der Untersuchungshäftling hatte einem Justizbeamten bei der Essensausgabe am Sonntag zunächst heißes Wasser ins Gesicht geschüttet. Als andere Beamte den Gefangenen überwältigen wollten, ging dieser mit einer Rasierklinge auf sie los und fügte einem der Männer schwere Schnittverletzungen im Gesicht und am Hals zu. Mit Hilfe hinzugerufener Polizisten wurde der Häftling schließlich überwältigt.

Stand der Täter unter Drogen? 

Drei Beamte wurden durch den Übergriff so schwer verletzt, dass sie stationär behandelt werden mussten. Sie konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Ein vierter Justizbeamter sowie ein Häftling, der die Gefängniswärter in der Auseinandersetzung unterstützte, wurden leicht verletzt. Auch der Täter erlitt eine Kopfplatzwunde, die in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Um festzustellen, ob der Mann bei der Tat unter dem Einfluss von Medikamenten oder Drogen stand, wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Memmingen sitzt der 21-Jährige seit Mitte August wegen eines Eigentumsdeliktes und versuchter Körperverletzung in Untersuchungshaft. Gegen ihn sei bereits Anklage erhoben worden.

Die lebensbedrohliche Tat im Memminger Gefängnis stuft die Staatsanwaltschaft als versuchtes Tötungsdelikt ein. Ein Ermittlungsrichter erließ am Dienstag nach Angaben der Polizei Unterbringungsbefehl gegen den Mann. Er kam daraufhin in ein Bezirkskrankenhaus.

dpa

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