Eingeschränkte Öffnungszeiten, Hygienevorgaben und Gästebeschränkung

Wann öffnen unsere Hallenbäder und wie läuft der Betrieb?

Landkreis - Seit Montag (22. Juni) dürfen die Hallenbäder und Thermen in der Region wieder öffnen. Dass diese Möglichkeit bisher nur zwei Bäder in Anspruch genommen haben, spricht für die Schwierigkeiten, die die Hygieneauflagen mit sich bringen. In den kommenden Wochen soll plantschen aber auch innen wieder vermehrt möglich sein.

Die Chiemgau Thermen in Bad Endorf wagte als einige der wenigen Therme in der Region bereits am 8. Juni die Teilöffnung des Bades mit den Außenbecken, dem Thermenrestaurant und dem PROMOVEO Fitnesszentrum. "Obwohl wir dann Samstagfrüh (20. Juni) erst die behördlichen Vorgaben bekommen haben für eine Gesamtöffnung, konnten wir – wieder als eine der ganz wenigen Thermen in Bayern bzw. fast einzige Bad in der Region - alle Bereiche der Chiemgau Thermen wieder öffnen", zeigt sich Ingrid Dangl, Marketingleiterin der Chiemgau Thermen, stolz.

Ingrid Dangl freut sich über das Lob der überraschend vielen Gäste in den Chiemgau Thermen.

Die überraschend guten Besucherzahlen in den ersten Tagen und die lobende Worte der Besucher zur Umsetzung der Auflagen bestätigen Dangl darin, dass sich "der enorme Aufwand in den letzten Wochen vor und während der Teilöffnung" gelohnt hat. "Die Erfahrungen auch während des Teilbetriebes zeigen, dass die Gäste erwarten, dass alle Auflagen für ihre Sicherheit von uns umgesetzt werden und die Einhaltung sichergestellt wird. Sie akzeptieren diese auch - trotz einiger Einschränkungen. Sie haben aber trotzdem oder auch gerade deswegen eine wohltuende Auszeit – abseits des Alltagstrubels - bei uns."

Sauna im Prienavera bleibt geschlossen

Eine wohltuende Auszeit ist auch bereits im Prienavera in Prien am Chiemsee möglich. Dort sind mittlerweile alle Bereiche bis auf die Sauna geöffnet. Die Gäste kommen zu den geänderten Öffnungszeiten (10-18 Uhr) und verhalten sich diszipliniert und kooperativ. "Wir sind sehr froh, dass wir wieder geöffnet haben", gibt Betriebsleiter Andreas Freier gegenüber Rosenheim24.de zu. "Die Gäste-Tendenz ist ansteigend."

1,5 Meter Abstand, regelmäßiges Duschen und Hände desinfizieren, sowie die Maskenregelung solange Straßenkleidung getragen wird, halten die Badegäste in der Region also nicht ab. Das könnte für das Badria in Wasserburg, die Watzmann Therme in Berchtesgaden und die RupertusTherme in Bad Reichenhall gute Nachrichten sein. Sie alle wollen Anfang Juli in den (fast) vollen Betrieb starten.

Badria mit Probebetrieb

Den Anfang macht am 1. Juli das Badria in Wasserburg. Da darf in den Außenanlagen bereits geplantscht werden. Jetzt öffnet auch wieder das Hallenbad und die Saunawelt. "Hierzu mussten zahlreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen vorgenommen werden, da die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter an oberster Stelle steht. Dennoch ist es uns gelungen, weitgehend alle Bereiche wieder zu eröffnen", heißt es in einer Presseaussendung.

Eine 14-tägige Testphase mit eingeschränkten Öffnungszeiten (11-19 Uhr) soll für die Verantwortlichen Klarheit bringen, ob die erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen, z.B. Desinfektionsmaßnahmen, konsequent umgesetzt werden können. Auch die Gästezahl muss begrenzt werden. "So werden wir an Schönwettertagen bis zu 720 Gäste im Bad begrüßen können und an trüben, kalten Tagen bis zu 220 Gäste. Zudem können wir in unserer Wasserburger Saunawelt InnSpa bis zu 120 Gäste gleichzeitig betreuen. Wir gehen aber davon aus, dass wir zu keinem Zeitpunkt Gäste abweisen müssen", heißt es von Seiten des Badria.

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Nachdem sie sich an der Kasse registriert haben, sollen die Gäste wieder nahezu das gesamte, gewohnte Leistungsspektrum im Badria vorfinden. Lediglich ein paar Attraktionen sind aus Sicherheitsgründen derzeit noch geschlossen: Sammelumkleiden, Grillplatz, Bachsause, Volleyballfeld, Rutschen, Dampfbäder, Sprudel in den Becken und bei Aufgüssen in der Sauna wird nicht gewedelt. Das große Hallenbecken ist den Sport- und Bahnenschwimmern vorbehalten und hierzu in drei Bahnen (mit Sicherheitsabständen) eingeteilt. Kurse und Gruppen-Schwimmtraining sind bis auf weiteres ausgesetzt.

Watzmanntherme so bald wie möglich im Vollbetrieb

Die Watzmanntherme Berchtesgaden wartet noch auf die Ergebnisse der Wasserproben und möchte dann so schnell wie möglich öffnen, spätestens am 6. Juli. Die Verantwortlichen haben die Zeit der Schließung genutzt, um die normalerweise im November fälligen Revisionsarbeiten vorzuziehen. Dabei wurden nach Möglichkeit alle Arbeiten auf die Mitarbeiter verteilt. Allerdings musste zum Schluss doch ein Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden.

Sie alle stehen bereit, wenn die Therme wieder öffnet, denn dann wird mehr Personal benötigt als vorher. "Das Hygienekonzept der Bayerischen Staatsregierung sieht mehr Mitarbeiter vor, die dann vor allem die Einhaltung der Hygienemaßnahmen kontrollieren sollen", erklärt Betriebsleiter Josef Moser gegenüber BGLand24.de. Dennoch ist er zuversichtlich, dass die Gäste kommen werden. "Es liegen uns bereits sehr viele Anfragen vor."

Bilder aus heimischen Thermen machen Lust auf mehr

Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © RupertusTherme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © RupertusTherme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © RupertusTherme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © RupertusTherme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Watzmann Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Watzmann Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Watzmann Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Watzmann Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Chiemgau Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Chiemgau Therme
Plantschen, faulenzen, genießen: bald wieder möglich
Die Archiv-Bilder aus den Thermen in der Region machen Lust auf mehr. © Chiemgau Therme

Maximal 450 Besucher dürfen laut Konzept gleichzeitig in die Therme. "Wir werden erstmal mit 350 Besuchern anfangen und schauen, wie der Betrieb mit den Hygienemaßnahmen so läuft", schränkt Moser ein. Ansonsten ist der Bade- und Saunabetrieb in der Therme allerdings uneingeschränkt. Alle Bereiche werden geöffnet.

RupertusTherme öffnet bei beginnenden Baumaßnahmen zur Erweiterung

Fast uneingeschränkt geht am 6. Juli der Betrieb in der RupertusTherme in Bad Reichenhall wieder los. Aufgrund der beginnenden Baumaßnahmen zur Erweiterung der Thermenlandschaft bleibt das AlpenSole-Außenbecken jedoch zunächst bis zum 12. Juli geschlossen. Nach den Abriss- und Sicherungsmaßnahmen wird das AlpenSole-Außenbecken zum Teil wieder nutzbar sein. Offen sind der Thermenlandschaft Innenbereich sowie der Saunalandschaft Innen- und Außenbereich.

Nach Corona ist vor der Erweiterung: RupertusThermen-Geschäftsführer Dirk Sasse ist froh, dass sich was tut.

Die Erweiterung war schon länger geplant, die ersten Baumaßnahmen konnten aber so gelegt werden, das der Betrieb fast nicht beeinträchtigt ist. Nachdem es im März einen Wasserschaden im Sport- und Familienbad gegeben hat, ist es noch nicht sicher, dass auch das ab 6. Juli wieder nutzbar ist. Geschäftsführer Dirk Sasse ist aber zuversichtlich. "Wir haben die Revisionsarbeiten vorgezogen, die Becken saniert, die Saunen saniert und freuen uns jetzt endlich wieder auf Gäste."

Auch kleinere Hallenbäder öffnen wieder

Das VitaAlpina in Ruhpolding hat seit dem Wochenende (27. Juni) geöffnet. Wichtig dabei:

  • Begrenzung der Bade-/Saunazeit auf 3 Stunden
  • Begrenzte Besucherzahlen in allen Bereichen (Erlebnisbad, Saunalandschaft, Freibad)
  • Maskenpflicht in den „Trockenbereichen“ (Kasse, Umkleide, Gastronomie)
  • Keine Aufgüsse in der Sauna
  • Aromabad und Dampfbad bleiben geschlossen
  • Öffnungszeiten bleiben wie gehabt (Erlebnisbad 9-21 Uhr / Sauna 13 – 21 Uhr /Freibad 9 – 19 Uhr)

Am Mittwoch, 1. Juli, öffnen außerdem die Stadtwerke Rosenheim das Hans-Klepper-Hallenbad für den öffentlichen Badebetrieb. Da aktuell im Hallenbad kein Schul- oder Vereinssport stattfindet, wurden die Öffnungszeiten auf 10 bis 18 Uhr täglich angepasst.

Hier kann noch nicht geplantscht werden

Wie das Hallenbad in Mühldorf ist auch das Hallenbad in Burghausen im Sommer immer geschlossen. Das Innsola in Kiefersfelden bleibt wegen Umbaumaßnahmen noch geschlossen. Es wird voraussichtlich wieder am 1. August öffnen. Ähnlich verhält es sich beim Hallenbad des Schulverbandes Haag. Die Bauarbeiten dort dauern von Juni bis September 2020.

Während das Badylon in Freilassing auf seiner Internetseite ankündigt, nicht vor dem 31. August zu öffnen, steht beim Badepark in Inzell und dem Hallenbad in Traunreut nur "bis auf Weiteres geschlossen". Auch das BernaMare in Bernau am Chiemsee, die Therme in Bad Aibling und das Hallenbad in Neuötting öffnen ihre Pforten noch nicht.

cz

Rubriklistenbild: © Chiemgautherme (Archivbild)

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