Ein Hundehasser treibt sein Unwesen

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Wer wünscht Flocke (oben links), Flappy (unten links) und Bommel etwas Böses?
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Halsbach - Sorge um "Flappy", "Flocke" und "Bommel": Ein Hundehasser hat im Garten einer Halsbacher Familie Metallhaken ausgelegt.

"Wie kann man das so einem Viecherl antun?" Josef Maier ist immer noch entsetzt, wenn er von der perfiden Attacke eines Unbekannten auf seine Hunde erzählt. Unzählige spitze Metallhaken hat Maier in seinem Garten gefunden und da einige von ihnen mit Fleischstücken gespickt waren, ist der Zweck der Haken wohl offensichtlich: Seine drei Hunde Flappy, Flocke und Bommel sollten sie fressen.

"Bommel" hat mehrere Metallhaken erbrochen

Zumindest bei Bommel ging der Plan des Täters auf. Eines nachts ist Josef Maier aufgewacht, weil sich sein Hund übergeben musste. Zunächst habe er sich nichts gedacht, erinnert sich der 62-Jährige. Bommel müsse Medikamente nehmen und erbreche deshalb des Öfteren. Dann jedoch habe er mehrere Haken im Erbrochenen entdeckt. "Oft waren Fleischbrocken dran oder Knödelbrot", so Maier.

Er hat sicherheitshalber alle drei Hunde vom Tierarzt untersuchen lassen - mit beruhigendem Ergebnis. Flappy, Flocke und Bommel sind wohlauf. Der Schock steckt der Familie Maier aber immer noch in den Knochen. "Wir waren total fertig und trauen uns gar nicht mehr, die Hunde rauszulassen", erzählt Maier.

Grund dafür sind die unzähligen Haken, die der 62-Jährige gemeinsam mit seiner Schwiegertochter im Garten gefunden hat und die das ganze Ausmaß der Attacke deutlich machen. Im Nu hätten die beiden "alle zwei Hände voll gehabt", erinnert sich Maier. Als später die Polizei den Garten absuchte, wurden immer neue Haken entdeckt. Seitdem durchforstet Josef Maier jedes Mal den Garten, bevor er die Hunde rauslässt. Ein ungutes Gefühl aber bleibt. Die Hunde könnten schließlich nicht sagen, ob ihnen etwas weh tut, klagt der 62-Jährige.

Polizei vermutet den Täter im Umfeld der Familie

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Ob der Täter gefunden wird, ist höchst ungewiss. Zuständig für die Ermittlungen sind inzwischen die operativen Ergänzungsdienste (OED) in Traunstein. Dort teilte man auf Nachfrage von innsalzach24 mit, dass der Täter im Umfeld der Familie vermutet wird. Dass die Haken auf einem Privatgrundstück abgelegt wurden, spreche dafür, dass es sich eher um etwas Persönliches handle. Nun müsse das Umfeld abgeklärt werden, allerdings sei es immer schwierig, den Täter ausfindig zu machen.

Laut Polizeiangaben ist ein derartiger Fall sehr selten. Viel häufiger kommt es vor, dass Hundehasser ihre Köder an öffentlichen Wegen auslegen. Erst im Februar hatte ein Hund bei Chieming einen Giftköder gefressen und wohl nur dank der Geistesgegenwart seines Herrchens überlebt.

Zum Schutz seiner Hunde wir Josef Maier nun selbst aktiv. So schnell wie möglich möchte er eine Kamera in seinem Garten installieren. Die Kosten in Höhe von 200 Euro sind für Maier in diesem Fall zweitrangig. "Das ist es mir wert! Die Hunde sind ja meine Lieblinge."

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Bei Chieming hat ein Rettungshund einen Giftköder gefressen

Quelle: innsalzach24.de

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