Hebammen protestieren für bessere Bedingungen

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“Lohntüten einer Hebamme“mit einem Apfel und einem Ei als Inhalt haben die Demonstrantinnen verteilt.

München - Hunderte Hebammen aus ganz Bayern haben in München für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Mit Trillerpfeifen und Trommeln zogen sie durch die Innenstadt und verteilten “Lohntüten einer Hebamme“, Inhalt: ein Apfel und ein Ei.

Die nach Polizeiangaben rund 500 Demonstrantinnen kritisierten insbesondere enorm hohe Haftpflichtbeiträge, die ihre Arbeit freiberuflich unrentabel machten und damit die Möglichkeit von Hausgeburten in Fragen stellten. “Freie Wahl des Geburtsortes“, hieß es auf Transparenten, an einem Kinderwagen mit einem Baby war zu lesen: “2009 zuhause geboren“.

Die freien Hebammen oder Beleghebammen an Krankenhäuser belasteten die hohen Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung von jährlich 3600 Euro. Bei einem durchschnittlichen Umsatz von 23 300 Euro im Jahr bleibe nicht mehr viel zum Leben. Ob es in Zukunft noch Hebammen für Hausgeburten gebe, sei fraglich.

Die Grünen im Bayerischen Landtag verlangten in einer Anfrage Auskunft von der Staatsregierung, wie sie die gescheiterten Verhandlungen zwischen dem Deutschen Hebammenverband und den Krankenkassen über den Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung auffangen wolle. “Die Hebammen müssen eine in angemessener Relation zu ihrem Einkommen stehende Haftpflichtprämie bekommen“, verlangte die gesundheitspolitische Sprecherin Theresa Schopper laut Mitteilung. Besonders in strukturschwachen Regionen seien Hebammen besonders wichtig.

dpa

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