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Schwere Unwetter wüten in Oberfranken und Sachsen

Kräfte stemmen 866 Notrufe im Kreis Hof - Mann nach Sturzflut im Erzgebirge weiter vermisst

Unwetter Hof Selbitz Oberfranken Überschwemmung
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Schwere Unwetter haben in Oberfranken für Hochwasser und Überschwemmungen gesorgt.

Hof/Selbitz - „Land unter“ in weiten Teilen Oberfrankens: Dort hat am Dienstagabend (14. Juli) ein schweres Unwetter mit Starkregen gewütet. Im Landkreis Hof wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen. In Sachsen kam es zu einem dramatischen Zwischenfall.

Update, 10.05 Uhr - Leitstelle Hochfranken „112“ erreicht 866 Notrufe

Die Starkregenfälle im Landkreis Hof sorgten für ein erhöhtes Einsatzaufkommen in der Integrierten Leitstelle Hochfranken des Bayerischen Roten Kreuzes. Das hat nach dem Unwetter von Dienstag nun Bilanz gezogen. Im relevanten Ereigniszeitraum (13. Juli 16 Uhr bis 14. Juli 1 Uhr) wurden der Integrierten Leitstelle rund 700 Einsätze gemeldet. Davon waren 650 Einsätze unwetterbedingt. Die übrigen 50 betreffen rettungsdienstliche Einsätze. Dabei wurden 866 Notrufe unter der „112“ angenommen und abgearbeitet. 

Die Einsätze beschränkten sich überwiegend auf den nördlichen Landkreis Hof, insbesondere die Gemeinden und Stadtgebiete Selbitz, Köditz, Berg, Feiltzsch und die Stadt Hof. Darüber hinaus zeigten sich Einsatzschwerpunkte im Landkreis Wunsiedel, dabei überwiegend in Selb und Arzberg. 

Update, 9.15 Uhr - Katastrophenfall im Kreis Hof aufgehoben

Nach dem heftigen Unwetter in der Nacht zum Mittwoch mit starken Überschwemmungen hat sich die Lage in Oberfranken in Bayern etwas entspannt. Die Helfer hätten die ganze Nacht durchgearbeitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hof am Morgen. Auch jetzt haben die Rettungskräfte in der gesamten Region immer noch viel zu tun. Sie müssen Keller auspumpen, die nach den extrem starken Regenfällen mit Wasser vollgelaufen waren.

Da sich die Wetterlage in den vergangenen Stunden immer weiter entspannt hat, hat der Landkreis Hof den Katastrophenfall um 8 Uhr aufgehoben.

Update, 8.30 Uhr - Mann von Sturzflut mitgerissen und vermisst

Auch in Teilen von Sachsen wüteten die Unwetter heftig. In Jöhstadt im Erzgebirge kam es dabei am Dienstagabend zu einem dramatischen Zwischenfall: Im Ortsteil Steinbach war ein Bach wegen starker Regenfälle über die Ufer getreten. Dabei wurde ein Mann von den Wassermassen erfasst und durch eine Sturzflut mitgerissen.

Stundenlang suchten die Einsatzkräfte daraufhin auf einem mehr als zehn Kilometer langen Abschnitt des Wasserlaufes nach der vermissten Person. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete, wurden Brücken gesichert und Seile über die Wasseroberfläche gespannt. Die Suche blieb jedoch bis Mittwochmorgen erfolglos. Die Person wird derzeit immer noch vermisst. Aufgrund der heftigen Strömung nach den riesigen Niederschlagsmengen seien die Überlebenschancen sehr gering, hieß es.

Update, 7.40 Uhr - Anwohner: „So was kannten wir nur aus dem Fernsehen!“

Nach den heftigen Unwettern am Wochenende - dort waren vor allem Mittel- und Unterfranken betroffen - hat es nun am Dienstag den Regierungsbezirk Oberfranken heftig erwischt. Bereits am frühen Abend begann es in der Region rund um Hof heftig zu regnen. Binnen kürzester Zeit liefen Gullys über, Straßen wurden überschwemmt und zahlreiche Keller liefen voll.

Besonders stark betroffen waren die Orte Selbitz, Naila, Köditz, Feilitzsch und Trogen. „Es war unglaublich. (...) In wenigen Minuten floss und schoss das Wasser! Es waren unglaublicher Hagelkörner“, schilderte Anwohner Enrico B., ein Anwohner aus Selbitz, die bizarren Szenen in der oberfränkischen Kleinstadt. „So etwas kannten wir nur aus dem Fernsehen“, so B. weiter.

Wassermassen lösen K-Fall im Landkreis Hof aus

Hochwasser in Oberfranken
Hochwasser in Oberfranken. © Daniel Vogl/dpa
Hochwasser im Landkreis Hof
Hochwasser in Oberfranken. © Nicolas Armer/dpa
Hochwasser im Landkreis Hof
Hochwasser in Oberfranken. © Nicolas Armer/dpa
Hochwasser im Landkreis Hof
Hochwasser in Oberfranken. © Nicolas Armer/dpa
Hochwasser im Landkreis Hof
Hochwasser in Oberfranken. © Nicolas Armer/dpa
Hochwasser im Landkreis Hof
Hochwasser in Oberfranken. © Nicolas Armer/dpa

Die anhaltenden Regenfälle brachten zum Teil starke Überschwemmungen mit sich. Hauptverkehrsadern, zahlreiche Wohnhäuser und mehrere Firmengebäude sind schwer betroffen. Der Fluss Selbitz trat zudem über die Ufer. Seit dem späten Nachmittag waren deswegen Feuerwehr, THW und Rettungskräften in größeren Teilen des Landkreises Hof im Dauereinsatz. Bei der zuständigen Leitstelle (ILS Hochfranken) musste wegen der zahlreichen Notrufe sogar das Personal aufgestockt werden.

Die Höhe der Schäden ist derzeit überhaupt nicht absehbar bzw. abschätzbar. Der Landkreis Hof reagierte noch am Dienstagabend: Gegen 20.50 Uhr rief Landrat Dr. Oliver Bär (CSU) den Katastrophenfall für den Landkreis aus. „Aufgrund der doch sehr ausschweifenden Lage und der vielen Schadenstellen wurde mittlerweile vom Landratsamt der Katastrophenfall ausgerufen. (...) Momentan ist überhaupt nicht überschaubar wie viele Einsätze es gab“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Das Landratsamt Hof bat die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Die Erstmeldung:

Die Feuerwehren befinden sich seither im Dauereinsatz und müssen sich um vollgelaufene Keller, überflutete Straße und gekappte Stromleitungen kümmern. Aufgrund des Starkregens hat das Landratsamt Hof am späten Dienstagabend den Katastrophenfall ausgerufen. Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes hieß. Mehr als 50 Feuerwehren mit knapp 1000 Leuten sowie 140 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW) waren im Dauereinsatz, um Wasser aus Kellern zu pumpen und Sandsäcke zu beschaffen

Land unter in Selbitz

Besonders stark betroffen ist ersten Erkenntnissen zufolge die Stadt Selbitz. Dort ist der gleichnamige Fluss über die Ufer getreten. Deswegen liefen zahlreiche Keller von Firmen, Wohnhäusern und auch einem Altenheim voll. Zudem sei das Stromnetz zusammengebrochen, wie ein Sprecher der zuständigen Integrierten Leitstelle erklärte. Einige Häuser mussten sogar evakuiert werden. Fahrzeuge, Container und Kühlschränke wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Die Einsatzkräfte mussten allein hier über 120 Mal anrücken. Weiter wurde mitgeteilt, dass die Grundschule in Selbitz am Mittwoch geschlossen bleibt. Auch eine in Köditz bleibe geschlossen, die Schule nach derzeitigem Stand jedoch geöffnet.

Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken

Unwetter Überschwemmung Hochwasser Oberfranken
Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
Unwetter Überschwemmung Hochwasser Oberfranken
Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
Unwetter Überschwemmung Hochwasser Oberfranken
Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
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Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
Unwetter Überschwemmung Hochwasser Oberfranken
Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke
Unwetter Überschwemmung Hochwasser Oberfranken
Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Oberfranken. © NEWS5 / Fricke

80 Liter Regen binnen kurzer Zeit in Selbitz

Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gab es im gesamten Landkreis Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen sowie einen Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Demnach rutschte ein Auto auf regennaßer Fahrbahn gegen eine Leitplanke.

In der Region war sogar der Notruf 112 wegen der Vielzahl der Anrufer in Einzelfällen nicht sofort erreichbar, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Die rettungsdienstliche Versorgung sei aber jederzeit sichergestellt. Allerdings mussten die Einsätze der Feuerwehr priorisiert werden, es kam zu Wartezeiten. Allein zwischen circa 16 und 21 Uhr kam es zu rund 500 wetterbedingten Alarmierungen.

Binnen zwölf Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Selbitz bis zu 80 Liter vom Himmel, zudem gab es Gewitter. Von Verletzten war zunächst aber nichts bekannt.

mw/mh

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