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Warum die Weichtiere wichtig sind

Heißes Sommerwetter bringt Schnecken den Tod

Zu sehen ist eine Weinbergschnecke, die nach rechts über Moos mit Totholz darunter kriecht (Symbolbild).
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Die Weinbergschnecke ist geschützt (Symbolbild).

Sie lieben Salate und zarte Jungpflanzen und waren deshalb im Frühjahr so manchem Hobbygärtner ein Dorn im Auge: Nacktschnecken. Jetzt im Sommer sieht man sie kaum noch. Der Grund dafür setzt auch Gehäuseschnecken arg zu.

Die wochenlange Schönwetterperiode mit kaum einem Tropfen Regen hat für Beetbesitzer und Kleingärtner auch einen Vorteil: Es macht den gefräßigen Nacktschnecken den Garaus. „Mit Trockenheit und Hitze sind die jetzt eigentlich verschwunden“, berichtete Angelika Nelson vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Allerdings vertragen auch alle anderen Schneckenarten das Sommerwetter nicht gut - und selbst die ungeliebten Nacktschnecken sind durchaus nützlich im Garten.

Wie im Vorjahr gab es heuer zunächst auffällig viele Schnecken im Freistaat. „Es war im Frühjahr doch relativ feucht, und nachdem Schnecken nasses Wetter lieben, waren sehr, sehr viele Schnecken unterwegs“, resümierte Nelson. „Wenn man Salat angebaut hat, hatte man eigentlich keine Chance den zu essen, weil sich die Schnecken sofort drüber hergemacht haben.“

In den vergangenen Wochen aber sind viele Schnecken einen elenden Tod gestorben. „Die liegen oft vertrocknet auf dem Weg, weil sie es nicht mehr schaffen, in ein kühles Versteck zu kommen“, schilderte die LBV-Expertin. Die Aussichten für die nächste Gartensaison beeinflusse das aber nicht. „Wahrscheinlich haben die alle ihre Eier schon gelegt, von daher ist die nächste Generation fürs nächste Jahr schon unterwegs.“

Ihre Eier legen Schnecken je nach Art zwar an unterschiedliche Orte, doch bevorzugen sie in der Regel feuchte, kühle und dunkle Stellen, an denen die Eier auch vor gefräßigen Vögeln geschützt sind. Um ihren Salat im nächsten Frühjahr vor Kahlfraß zu bewahren, könnten Gartenfreunde die Gelege jetzt entfernen oder austrocknen. Doch davor warnt Nelson eindringlich, denn man erwische bei solchen Aktionen automatisch auch die Eier von Gehäuseschnecken und höchst erwünschten Schneckenarten.

„Wir brauchen die bei uns, selbst die Nacktschnecken, die unseren Salat auffuttern“, erläuterte Nelson. „Die Nacktschnecken sind gute Aasvertilger, die fressen Aas und Kot und vertilgen damit auch Bakterien.“ Andere Schnecken wie die Weinbergschnecken wiederum fräßen ihrerseits auch die Gelege der Nacktschnecken. „Das ist alles ein Gleichgewicht.“ Aus dem gleichen Grund solle man auch keinesfalls Schneckenkorn verwenden, warnte Nelson. „Denn da erwischt man dann auch wieder alles und zerstört das ganze Gleichgewicht.“

dpa

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