Der Herbst bringt Farbe auf den Friedhof

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Eine wunderschöne, bunte Mischung aus Gräsern Blatt- und Blühpflanzen (u.a. Heiligenkraut, Purpurglöck- chen und Silberrandchrysantheme) zeigt Thomas Astner aus Brannenburg.

Rosenheim - Auch auf dem Grabfeld der Landesgartenschau Rosenheim hat der Herbst Einzug erhalten.

Ein Meer aus Hauswurzen und inmitten ein Polster aus hellgrüner Krähenbeere, Gaultheria mit rosa Beeren, weißer Erica und weißbuntem Gras schuf die Gärtnerei Ziegltrum aus Vaterstetten.

Von wegen Tristesse. Auch der Herbst bietet vielfältige und farbenfrohe Möglichkeiten für die Grabgestaltung. Die Friedhofsgärtner der TBF Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner, Tochtergesellschaft des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes, zeigen auf der Landesgartenschau Rosenheim seit Kurzem Herbstpflanzungen für jeden Geschmack. Blattschmuckpflanzen, Gräser und warme Blütenfarben geben den Ton an.

Die Sommerblumen verblühen, die Dauerbepflanzung hat sich ausgewachsen. Besonders das nasskalte Wetter im August hat der Sommerpflanzung ganz schön zugesetzt. Darum ist jetzt Zeit für den Herbstschmuck und einen Pflegeschnitt auf den Gräbern im Ausstellungsbereich Friedhof. Fachgerecht geschnittene Bodendecker und mit Sachverstand ausgewählte Pflanzen machen die Herbstbepflanzung nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ausdauernd und frostbeständig. Denn es ist ganz schön frustrierend, wenn das Grab mit viel Liebe und Mühe frisch und blühend bepflanzt ist und der erste Frost im Oktober schon die ganze Pracht dahinrafft.

Empetrum nigrum „Zitronella“, die Krähenbeere, gilt z.B. für Josef Ziegltrum, Gärtner aus Vaterstetten, Vetragsgärtner der TBF Treuhandgesellschaft und Mitglied der Vereinigung Münchner Friedhofsgärtner als absoluter Geheimtipp. Denn obwohl die Krähenbeere bis minus 30 Grad jedem Frost standhält und mit ihrer frischgrünen Farbe tolle Kombinationsmöglichkeiten mit den sonst eher gedeckteren Tönen der Herbstblüher und Blattpflanzen bietet, ist sie auf den Friedhöfen im Herbst noch lange nicht so verbreitet wie Erika und Co. „Wir waren letztes Jahr schon total begeistert und setzen dieses Jahr wieder voll auf Empetrum“ sagt Ziegltrum.

Auch auf dem Friedhof gibt es Trends und Moden. „In“ sind laut Josef Ziegltrum dieses Jahr vor allem gemischte Pflanzungen mit Gräsern, Blattschmuckpflanzen wie Heuchera und Blühpflanzen wie dem Alpenveilchen. Das liegt mit seinen Blüten in Beerenfarben zwar gleich doppelt im Trend, ist allerdings nicht wirklich frosthart.

Der Gärtner hat aber auch dafür einen Tipp: „Ich pflanze zum Beispiel ausdauernde, frostharte Pflanzen in Kombination mit einem kleinen Mittelrondell aus blühenden Alpenveilchen (Cyclamen). Bevor die Blumen durch strengere Fröste unansehnlich werden, ersetze ich dann die Alpenveilchen durch einen Kranz, ein Gesteck oder eine Schale zu Allerheiligen.“

Nur noch bis zum 3.Oktober können die Werke der Friedhof-Profis noch bestaunt werden, dann schließt die Landesgartenschau ihre Pforten. Die Gärtner halten aber auch in ihren Betrieben jede Menge Ideen für eine schöne Herbstbepflanzung bereit und beraten gerne bei der Auswahl geeigneter Pflanzen.

Presseinformation LGS Rosenheim

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