Herzstillstand bei Günter Heberle

+
Günter Heberle brach am Samstag während des Testspiels gegen den SB Rosenheim mit Herzstillstand zusammen und liegt jetzt im künstlichen Koma.

Kirchanschöring - Schock für die gesamte Fußball-Region: Günter Heberle, 36-jähriger Defensivspieler des Bezirksoberligisten SV Kirchanschöring, liegt im künstlichen Koma.

Er war am Samstagabend beim Testspiel gegen den SB/DJK Rosenheim nach einer halben Stunde Spielzeit im eigenen Strafraum zusammengebrochen.

Nach einem Herzstillstand wurde der Ex-Profi von Ersthelfern und Dr. Hüller aus Fridolfing schließlich per Hubschrauber ins Traunsteiner Klinikum gebracht. Sein Zustand sei stabil, hieß es am Sonntagmittag.

"Wir sind alle fassungslos und müssen das alles erst einmal verarbeiten. Wir wünschen dem Günter das Beste", sagte Kirchanschörings tief betroffener Pressesprecher Sepp Thanbichler, der übrigens diesmal Stammtorwart Dennis Kracker vertreten musste und somit in unmittelbarer Unglücksnähe war. Die Spieler und die 150 Zuschauer im Stadion an der Laufener Straße hatten sich gerade auf einen Einwurf eingestellt, als Heberle zusammensackte. Es folgten dramatische Szenen. Doch trotz aller Hektik, die verständlicherweise aufkam, betonte Thanbichler: "Die Erstversorgung ist sehr gut gelaufen, Dr. Hüller war nach etwa zehn Minuten da, der Hubschrauber nach einer Viertelstunde."

Über den Zustand des Ex-Profis, der unter anderem beim SV Wacker Burghausen, FC Augsburg und den Stuttgarter Kickers gespielt hat, wurden die Kirchanschöringer Fußballer und Verantwortlichen im Laufe des Abends von Trainer Robert Berg per SMS informiert. Berg war gemeinsam mit Kurt Heberle – Günters Vater ist als Betreuer des SVK-Teams tätig – ins Traunsteiner Klinikum gefahren, um sich vor Ort zu informieren. Laut Thanbichler war eine Herzmuskelentzündung ursächlich für den Herzstillstand.

Nur am Rande bemerkt: Das Freundschaftsspiel wurde bei einer Kirchanschöringer 1:0-Führung (Tor: Simon Singhammer) selbstverständlich abgebrochen.

cs/Oberbayerisches Volksblatt

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser