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Das sagen die OVB24-Leser

Hitzige Debatte um Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre: „Jetzt mehr denn je angebracht“

Wahlalter auf 16 senken? Leserbriefe
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Das Wahlalter auf 16 zu senken, stößt nicht bei allen auf Zuspruch. Teils ist man begeistert von dem Vorhaben, teils wird es für eine komplett falsche Richtung gehalten.

Wenn es nach der möglichen Ampel-Regierung geht, soll das Wahlalter für Bundestags- und Europawahl auf 16 Jahre gesenkt werden. Ihr habt uns eure Meinungen geschickt.

Berlin - Seit über 50 Jahren gilt für diejenigen in Deutschland, die wählen gehen möchten, das Mindestalter von 18 Jahren. 1970 wurde das beschlossen und später umgesetzt. Heute erstarkt die Debatte um eine Senkung des Wahlalters erneut. Im Zuge der Sondierungsgespräche einer möglichen Ampel-Koalition zwischen SPD, Grünen und FDP ist das ein Punkt, der nicht bei allen auf Zuspruch stößt.

Genauer geht es darum, auch Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr das Wahlrecht in Deutschland und für die Europäischen Union einzuräumen „Das Wahlalter für die Wahlen zum Deutschen Bundestag und Europäischen Parlament wollen wir auf 16 Jahre senken“, heißt es dazu in dem am Freitag (15. Oktober) vorgelegten Sondierungspapier, mit dem die Unterhändler der Partei Zustimmung ihrer Gremien für Koalitionsverhandlungen einholen wollen. Weiter heißt es: „Wir wollen das Wahlrecht überarbeiten, um nachhaltig das Anwachsen des Deutschen Bundestages zu verhindern.“

Wir haben Euch gefragt, wie eure Meinung zu dem Thema ist. Und Ihr habt geantwortet.

Leser-Abstimmung: Meinung „Keine Senkung des Wahlalters“ findet größten Zuspruch

In der Abstimmung zum Thema zeigte sich ein eindeutiges Stimmungsbild bei den OVB24-Lesern. Mit klarer Mehrheit stimmten 808 der insgesamt 1335 Teilnehmer, also knapp 61 Prozent dafür, dass das Wahlalter bei 18 Jahren ideal sei. Für eine Anhebung des Wahlalters sprachen sich 345 Teilnehmer - knapp 26 Prozent - aus.

Auf der Gegenseite stimmten 132 Leser mit knapp 10 Prozent dafür, dass auch jüngere Menschen das Wahlrecht erhalten sollten. Schließlich seien diese bereits politisch interessiert und engagiert. 45 Stimmen erhielt die Antwort, dass je nach Bundes-, Landtags oder Kommunalwahl unterschieden werden solle, mit rund drei Prozent. Weniger als ein Prozent gab mit fünf Stimmen an, zu dem Thema keine Meinung zu haben. (Stand 21. Oktober 18 Uhr)

OVB24 hat gefragt, Ihr habt geantwortet: Die Lesermeinungen zur „Wahl ab 16“

Auch wenn prozentual recht eindeutig ist, welche Meinung in der interessierten Leserschaft vorherrscht, erreichten die OVB24-Redaktion differenzierte Leserbriefe zu dem Thema:

Dietmar Baier aus Traunstein

Dietmar Baier aus Traunstein findet: „Wenn Wahlrecht mit 16, dann auch volljährig mit 16.“

Können 16-Jährige rechtsgültig ein Fahrrad erwerben, einen Urlaub buchen oder einen Mobilfunkvertrag abschließen? Nein, können sie nicht. Das Gesetz geht davon aus, dass sie die Folgen solcher Entscheidungen nicht vollumfänglich einschätzen können - dass sie durch Werbung leichter beeinflussbar sind. Aber zu verantwortungsvollen Entscheidungen zu Fragen der äußeren Sicherheit, der gemeinsamen Verschuldung der EU, der Migrationspolitik, zur Rente und und und sollen 16-Jährige in der Lage sein. Das ist nicht schlüssig. Das ist ein Widerspruch.

Wenn Wahlrecht mit 16, dann auch volljährig mit 16. Mit voller Geschäftsfähigkeit und voller Strafmündigkeit.

Ernst Aigner aus Tyrlaching

Ernst Aigner aus Tyrlaching findet: „Es ist jetzt mehr denn je angebracht, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken.“

Jedes deutsche Kind, das das Licht der Welt erblickt, ist bereits bei der Geburt staatlicherseits mit 25.000 Euro hoch verschuldet.

Verschiedene Parteien machten vor der Wahl die Aussage, die Ausgaben für die Zukunftsausgaben durch noch höhere Schulden und Steuererhöhung zu finanzieren - waren kein Freund der Schuldenbremse. Die Kinder und Jugendlichen wurden dazu nicht gefragt.

Sie sind es aber, die in der Zukunft die Schulden tragen und bezahlen müssen, als ob es keine Möglichkeit bei Einsparungen, Fördergeldern, Steuerhinterziehung, etc. gäbe. Angesichts dieser Sachlage ist es jetzt mehr denn je angebracht, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken.

Viel Diskussion um die Wahl ab 16

Im Forum der OVB24-Portale wurde ebenfalls angeregt über die Möglichkeit einer Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre debattiert.

So schrieb ein User: „Ab 16 wählen, aber Jugendstrafrecht bis 21 anwenden? Naja, passt für mich nicht ganz zusammen. Gerne ab 16 wählen, aber dann bitte auch das Strafrecht auf 16 herabsetzen. Ist ja eh so lasch. Ich spreche vielen jungen Leuten zwar die politische Erfahrung ab, aber die vergangenen Wahlen zeigen eindeutig, dass der Wähler grundsätzlich eher „einfach gestrickt“ ist und das unabhängig vom Alter. Es wäre schon wichtig in unserer Demografie den Jungen mehr Gewicht zu geben. Aktuell entscheiden über die Zukunft die, deren Zukunft eher von kurzer Dauer ist. Das meine ich keineswegs abwertend.“

Ein anderer Leser kommentierte: „Immer gut, wenn man die wählen lässt, die in der Regel keine oder nur sehr wenig Steuern bezahlen. Die wünschen sich dann Dinge, die andere bezahlen dürfen.“

In eine andere Richtung zieht es einen Nutzer bei der Debatte. Er schreibt: „Ich würde in der Diskussion eine Altersobergrenze priorisieren.“ Eine Haltung die immer wieder eingebracht wird. Von anderer Stelle wird kommentiert: „Wenn man die ersten 18 Jahre nicht wählen darf, sollte man es die letzten 18 auch nicht mehr dürfen.“

Weitere Meinungen zum Thema? Schreibt uns euren Leserbrief

Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Wahlalter“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

mda

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