Keine Hilfe von Passanten in Höhenkirchen

Vergewaltigung in Höhenkirchen: Nur ein Zeuge half

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Höhenkirchen - Fünf Tage nach der brutalen Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen durch drei Afghanen hat die Polizei auch den dritten Täter festgenommen. Jetzt ist ein Augenzeuge aufgetaucht - und schildert die dramatischen Minuten.

Wie unsere Partnerportale merkur.de und tz.de berichten, hatte Ergin A. (36) am Tatabend gerade seine Freundin abgesetzt, als er die Schreie des Mädchens hörte. Er sprang sofort aus seinem Auto und lief auf die Täter zu. "Sie waren sehr erschrocken und rannten davon", so der Druckerei-Mitarbeiter. Ergin A. verfolgte einen Täter, bis dieser schließlich aufgab.

Bei der Verfolgung hatte er noch einem Passanten zugerufen: "Hilf mir!" Doch keiner der Menschen in der Nähe hätte auch nur ein geringes Anzeichen von Hilfe gezeigt. "Ich fühlte mich total allein", so Ergin A. weiter. Wenig später sah der Deutsch-Türke dann auch noch den mutmaßlichen Haupttäter auf der Straße herumlaufen und alarmierte die Polizei. Ergin A. hofft nun, dass die 16-Jährige möglichst bald wieder ein einigermaßen normales Leben führen kann.

Drei Afghanen waren am Freitagabend gegen 20.15 Uhr in der Nähe des Bahnhofes über das 16-jährige Mädchen hergefallen. Zwei der Männer (27, 17) vergewaltigten das Mädchen. Bevor der dritte Afghane (18) den Geschlechtsverkehr ausüben konnte, wurde das Trio durch Zeugen gestört und ergriff die Flucht. Die Männer wurden kurz darauf nach einer Großfahndung von der Polizei gefasst. Der mutmaßliche Haupttäter, ein 27-Jähriger, war zuletzt in Großkarolinenfeld (Kreis Rosenheim) gemeldet.

Rubriklistenbild: © dpa

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