Autos aus Rumänien und Kreis Gütersloh

Horror-Crash auf A99 bei Hohenbrunn: Vier Tote nach Geisterfahrer-Unfall

Geisterfahrer-Unfall auf A99 bei Hohenbrunn am 17. November
+
Der VW Sharan wurde bei dem Unfall komplett zerstört.

Hohenbrunn - Ein schwerer Geisterfahrer-Unfall forderte am Dienstagabend vier Menschenleben. Alle Unfallbeteiligten starben noch an der Einsatzstelle.

Update, 9.42 Uhr - 32-jähriger Rumäne fuhr in falscher Richtung auf Autobahn

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, sind nun auch genauere Informationen über den Unfallverursacher bekannt. Dabei soll es sich den Ermittlungen zufolge um den Fahrer des schwarzen VW Sharan, einen 32-jährigen Rumänen handeln. Auf dem Beifahrersitz saß ein 50 Jahre alter Mann, ebenfalls aus Rumänien.

Derzeit ist noch nicht geklärt, welche Umstände dazu führten, dass der Unfallverursacher in falscher Richtung unterwegs war. Ebenso steht noch nicht fest, wo er auf die Autobahn auffuhr.

Die polizeiliche Unfallaufnahme, die Arbeit eines Gutachters sowie die Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr dauerten bis 3.45 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Fahrbahn in Fahrtrichtung Salzburg komplett gesperrt.

Update, 9.28 Uhr - Auto mit Gütersloher Kennzeichen in Unfall verwickelt

Zwei der Opfer seien in einem Auto mit Gütersloher Kennzeichen unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Mittwoch in Ingolstadt. Die 34 und 43 Jahre alten Männer fuhren laut Polizei auf der rechten Fahrspur in Richtung Salzburg. Auf Höhe der Ausfahrt Hohenbrunn sei ihnen plötzlich ein anderer Wagen entgegengekommen, der in falscher Richtung fuhr.

Neben dem Fahrer saß darin auch ein 50 Jahre alter Beifahrer. Die Fahrzeuge krachten frontal ineinander, alle vier Männer starben.
Woher der Unfallverursacher stammte und wie alt er war, war zunächst unbekannt. Unklar war auch, wie lange er vor dem Unfall schon in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs war. Hinweise, dass er Alkohol oder Drogen zu sich genommen hatte, gab es laut Polizei zunächst nicht.

Erstmeldung, 5.41 Uhr

Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstag, den 17. November, gegen 21.39 Uhr auf der Ostumfahrung München in Fahrtrichtung Salzburg. Wenige Augenblicke vor dem Crash ertönte in den Radios eine Warnmeldung über einen Falschfahrer zwischen den Anschlussstellen Ottobrunn und Hohenbrunn. Kurz darauf geschah unmittelbar an der Anschlussstelle Hohenbrunn der schwere Unfall.

Auf der mittleren Fahrspur kam es zum fatalen Frontalzusammenstoß zwischen dem Audi und dem VW Sharan. Beide Autos waren mit jeweils zwei Personen besetzt, welche allesamt in den völlig zertrümmerten Wracks eingeklemmt wurden. Die alarmierten Feuerwehren aus Haar und Grasbrunn mussten die Unfallopfer mit schwerem hydraulischem Gerät aus den total zerstörten Autos befreien.

Fotos vom Geisterfahrer-Unfall auf der A99 am 17. November

Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke
Geisterfahrer-Unfall auf der A99 bei Hohenbrunn am 17. November
Die beiden Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn völlig zerstört. © Thomas Gaulke

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen mehrerer Notärzte kam für die Fahrzeuginsassen jede Hilfe zu spät, sie verstarben alle noch an der Einsatzstelle. Auch zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Ersthelfer wurden von Ehrenamtlichen des Krisen-Interventions-Teams (KIT) im Rettungsbus der Berufsfeuerwehr München betreut.

Während der Unfallaufnahme musste die Richtungsfahrbahn Salzburg über mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Auch die Gegenfahrbahn in Richtung Norden wurde vorsichtshalber für rund eine Stunde gesperrt, da nicht auszuschließen war, dass Beteiligte im Schock über die Autobahn irren.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, konnte der genaue Unfallhergang bisher nicht geklärt werden, dieser sei Gegenstand der aktuellen Ermittlungen. Durch die zuständige Staatsanwaltschaft wurde ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

aic/dpa

Kommentare