Grundstein von Schloss Neuschwanstein gefunden

Landeskriminalamt mit königlichem Einsatz in Hohenschwangau

Hohenschwangau - Lange wurde er gesucht, nun ist wohl der Grundstein des berühmten Schlosses gefunden worden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am 5. September 1869 ließ König Ludwig II. von Bayern den Grundstein des weltberühmten Märchenschlosses Neuschwanstein legen. Ganz in der Tradition der damaligen Zeit wurden in dem Grundstein der Bauplan, Porträts des Bauherrn und Geldmünzen eingelegt. Wo dieser Grundstein jedoch genau verbaut wurde, konnte bislang nur aufgrund historischer Dokumente in etwa vermutet werden.

Um nach 150 Jahren schließlich Licht in das Dunkle zu bringen, ersuchte die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) um Amtshilfe bei der Suche nach diesem historisch bedeutsamen Grundstein. Das BLKA verfügt über Spezialisten der Technischen Sondergruppe (TSG), die zur Entschärfung von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen ausgebildet und ausgerüstet sind. Nach der Eingrenzung des Suchbereichs durch die Historiker im sogenannten „Ritterbad“ des Schlosses begannen die Experten des BLKA schließlich mit den umfangreichen Suchmaßnahmen. 

Unter Zuhilfenahme von verschiedenen elektromagnetischen Sondierungssystemen ortete schließlich die TSG den Grundstein in der Ziegelwand. Die Experten der TSG konnten zudem das verwendete Material des Grundsteins auf Messing eingrenzen und markierten den genauen Fundort des Steines. Für alle Beteiligten des BLKA und der Schlossverwaltung war dies ein ganz besonderes Ereignis!

Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt

Rubriklistenbild: © Picture Alliance, dpa (Symbolbild)

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