Großeinsatz an Holzkirchner Schulzentrum

Polizei: "Müssen unklare Gefahrenlage sehr ernst nehmen!"

+
  • schließen

Holzkirchen - Nachdem an einer Schule in Holzkirchen der Amok-Alarm ausgelöst worden war, kam es im Laufe des Donnerstagnachmittags zu einem Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Spezialeinsatzkräfte der Polizei durchsuchten die Schulgebäude des betroffenen Schulzentrums und konnten danach Entwarnung geben. Eine Gefahr für Schüler und Lehrer bestand zu keinem Zeitpunkt. Möglicherweise hat ein technischer Defekt den Alarm ausgelöst.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gegen 14 Uhr startete ein Großeinsatz der Polizei am Gymnasium Holzkirchen
  • Nach unbestätigten Infos wurde der Amokalarmknopf gedrückt und mehrfach Feueralarm ausgelöst
  • Schule wurde von Polizei geräumt, umstellt und durchsucht
  • Polizei vermeldet nach gut zwei Stunden Entwarnung
  • Technischer Defekt als Ursache für Amokalarm möglich

UPDATE, 19.15 Uhr - Polizeimeldung

Gegen 13.15 Uhr erreichte die Einsatzzentrale im Polizeipräsidium die Information, dass an der Fach- und Berufsoberschule in Holzkirchen der Amok-Alarm ausgelöst worden war und sich daraufhin Lehrer und Schüler in den Klassenzimmern eingesperrt hatten. Im angrenzenden Gymnasium war etwa zeitgleich ein Feueralarm gemeldet worden, woraufhin Lehrer und Schüler dieser Schule sich ins Freie in Sicherheit begaben.

Ein Großeinsatz der Polizei wurde daraufhin nach den geltenden Notfall- und Einsatzplänen in Gang gesetzt, an dem sich neben mehr als 200 Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auch Polizeihubschrauber und andere Kräfte der Bereitschaftspolizei sowie vor allem Spezialeinsatzkräfte (SEK) beteiligten. Die Gebäude wurden weiträumig abgesperrt, Polizisten umstellten die Schulen. Nachdem zu diesem Zeitpunkt keine verdächtigen Feststellungen, wie Rauch, Feuer, laute Geräusche oder gar Schüsse, gemacht wurden, konnten auch die Schüler und Lehrer der Fach- und Berufsoberschule bald darauf das Gebäude verlassen.

Bilder: Großeinsatz wegen Amok-Alarm in Holzkirchen

SEK-Beamte durchsuchten dann vom Keller bis in das oberste Stockwerk Zimmer für Zimmer der betroffenen Schulgebäude, dabei wurde nichts Verdächtiges festgestellt.

Einsatzleiter Dr. Walter Buggisch konnte Entwarnung geben: "Die Überprüfungen ergaben, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Schüler oder Lehrer bestand. Unsere Notfallpläne, wie auch die Maßnahmen der Schulen, wurden so umgesetzt, wie das seit langem geplant ist und von uns auch ständig trainiert wird. Eine zunächst unklare Gefahrenlage müssen wir, gerade wenn es um Kinder und Jugendliche geht, sehr ernst nehmen. Jetzt werden wir untersuchen, wie es zur Auslösung der Alarme kommen konnte. Manches deutet derzeit auf einen technischen Defekt als Ursache hin".

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 17.40 Uhr - Einsatz abgeschlossen

Der Polizeieinsatz in Holzkirchen ist beendet. Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd gegenüber rosenheim24.de erklärte, sind gegen 16.30 Uhr die meisten Polizeikräfte wieder zu ihren Dienststellen zurückgekehrt. Lediglich vereinzelte Kräfte sind noch vor Ort und ermitteln die Ursache für den Einsatz.

"Ein technischer Defekt steht im Raum. In einem der Schulgebäude wurde ein Amokalarm und in einem anderen Gebäude ein Brandalarm ausgelöst. Wir müssen jetzt klären, wie das Ganze zusammenhängt.

Den Ablauf des Einsatzes sieht Sonntag sehr positiv: "Es ist genauso gelaufen, wie es die Planungen in solchen Notfällen vorsehen. Den Schulen liegen Pläne vor, wie sie sich in Amok-Fällen verhalten sollen, und Schüler und Lehrer haben genau richtig reagiert und sich in ihren Klassenzimmer eingeschlossen." Auch bei der Evakuierung sei alles geordnet und ohne Panik abgelaufen. Es liegen der Polizei keine Hinweise auf mögliche Verletzte vor. Die Polizei habe vor Ort natürlich trotzdem die Schüler, Eltern und Lehrer betreut.

Auch die Polizei ist erleichtert: "Wir mussten heute zum Glück 'nur da sein'. Dennoch lief alles so, wie wir es auch immer wieder trainieren", führte Stefan Sonntag aus. Rund 300 Polizisten seien im Einsatz gewesen. Dazu ein gepanzertes Fahrzeug, das SEK und Polizeihubschrauber sowie weitere Rettungskräfte.

UPDATE, 16.40 Uhr - Erste Details zum Einsatz

Kurz nach der Entwarnung sickern auch erste Details zum Ablauf des Einsatzes durch. Zunächst hatten sich Lehrer und Schüler in den jeweiligen Klassenzimmern verbarrikadiert. Sobald die Polizei dann das Gebäude umstellt hatte, konnten die Schüler der FOS und des Gymnasiums evakuiert werden. Anschließend durchsuchte ein Sondereinsatzkommando (SEK), auch mit Spürhunden, die Gebäude. Gefunden wurde nichts. Zudem waren auch zwei Hubschrauber und laut Polizei "alle verfügbaren Streifenpolizisten, die für derartige Einsätze geschult sind" im Einsatz.

Die Polizei ist unterdessen dabei, zu prüfen, wie es zu dem Alarm gekommen ist und geht nach Informationen des Münchner Merkur dabei von einem technischen Defekt aus.

UPDATE, 16.30 Uhr - Video

Knapp zwei Stunden mussten die Schüler auf einer Wiese nahe des Schulgeländes ausharren, ehe endlich Entwarnung gegeben werden konnte. "Es lief alles nach Plan. Man muss immer das Schlimmste annehmen, aber letztlich verlief alles ruhig und professionell", sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag.

UPDATE, 16.15 Uhr - Polizei versucht Ursache zu ermitteln

"Gott sei Dank" war laut tz von vielen Seiten zu hören, als die Polizei Entwarnung gegeben hat. Wer oder warum den Amokalarm ausgelöst hat, ist aber nun Gegenstand von weiteren Ermittlungen der Polizei. Schließlich wurde dadurch ein Großeinsatz von beträchtlichem Umfang ausgelöst.

UPDATE, 16.05 Uhr - Polizei meldet Entwarnung

Wie die Polizei soeben via Twitter bekannt gab, können alle Beteiligten aufatmen. Die Durchsuchung der Schulgebäude ist abgeschlossen. Dabei seien keine Gefahren festgestellt worden. Die Gebäude würden nun sukzessive wieder freigegeben, hieß es in der Mitteilung weiter.

UPDATE, 16 Uhr - "Keine Hinweise auf Feuer oder Schüsse!"

"Wir sind mit vielen Kräften im Einsatz", sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag der Deutschen Presse Agentur (dpa). "Es gibt aber keine Hinweise auf Brand, Feuer, Schüsse oder Lärm", wird die Sprecherin in dem Bericht weiter zitiert

Die Schüler dürfen übrigens erst nach Hause, wenn die Registrierungsmaßnahmen durch die Polizei vollständig abgeschlossen sind.

UPDATE, 15.45 Uhr - Offenbar "Amokalarmknopf" und Feueralarmknopf gedrückt

Offenbar sind an der Schule sowohl der "Amokalarmknopf" als auch mehrere Feueralarmknöpfe gedrückt worden. Das berichtet die tz und beruft sich dabei auf einen "polizeinahen Insider". Daraufhin sei der Großeinsatz angelaufen.

Die Behörden selbst haben indes offiziell noch keine Entwarnung gegeben. Der Verkehr wird weiterhin umgeleitet. Die Miesbacher Straße ist gesperrt. Sollte dies in dem in Kürze beginnenden Berufsverkehr so bleiben, dürfte dies wohl für ein Verkehrschaos in und um Holzkirchen sorgen.

UPDATE, 15.25 Uhr - Polizei nimmt Personalien von Schülern auf

Aktuell nimmt die Polizei die Personalien der Schüler auf. Offenbar wollen die Beamten feststellen, ob jemand fehlt. Wie die tz berichtet, würden angeblich einige jüngere Schüler einen "verängstigten Eindruck" machen. Inzwischen sind auch die ersten Eltern an der Absperrung eingetroffen, um ihre Sprösslinge in Empfang zu nehmen.

UPDATE, 15.15 Uhr - Polizei mit Maschinenpistolen bewaffnet

Inzwischen haben auch rund um das Gebäude zahlreiche Polizeikräfte, bewaffnet mit Maschinenpistolen, Stellung bezogen. Der Bayerische Rundfunk berichtet von "Amokalarm", aber es seien keine Schüsse gehört und kein Verdächtiger gesehen worden. Eine Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht.

UPDATE, 15.05 Uhr - Schüler stehen auf Feld

Unbestätigten Berichten zufolge sollen die Schüler zunächst per Durchsage aufgefordert worden sein, Türen und Fenster geschlossen zu halten und in ihren Klassenräumen zu bleiben. Doch inzwischen stehen die Schüler - wohl einem streng festgelegten Alarmplan folgend - gesammelt auf einem Feld in Richtung Föching.

Inzwischen ist auch ein Polizei-Hubschrauber vor Ort gelandet. User berichten gegenüber rosenheim24.de, dass immer noch Polizeikräfte am Schulkomplex eintreffen.

UPDATE, 14.55 Uhr - SEK durchkämmt die Schule

Inzwischen sind auch Spezialkräfte (SEK) vor Ort eingetroffen und durchsuchen das Schulgebäude. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd spricht auf Nachfrage von rosenheim24.de weiter von einer "unklaren Alarmmeldung". Nähere Informationen würden derzeit nicht vorliegen, hieß es weiter. Die Ursachenforschung würde noch andauern, schrieben die Beamten auf Twitter. Somit ist weiter unklar, ob tatsächlich eine Bedrohungslage vorliegt oder es sich um einen Fehlalarm handelt.

UPDATE, 14.50 Uhr

Mittlerweile ist offenbar auch die Feuerwehr vor Ort und unterstützt die Polizei bei der Verkehrsregelung. Kreisbrandrat Anton Riblinger bestätigte gegenüber der tz ebenfalls die großräumige Abriegelung des Gebietes.

UPDATE, 14.40 Uhr

Wie nun bekannt wurde, wird die Schule derzeit von Einsatzkräften der Polizei durchkämmt. Der Hintergrund der Alarmmeldung ist weiterhin unbekannt. Unbestätigten Infos zufolge sollen zunächst auch noch Schüler in ihren Klassenräumen eingesperrt gewesen sein.

Die Erstmeldung

Mehrere User meldeten sich am Donnerstagnachmittag bei rosenheim24.de und berichteten von einem großen Polizeieinsatz an einem Schulkomplex in Holzkirchen. Soeben sei auch das SEK vor Ort eingetroffen, schrieb eine Userin via Facebook.

Auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Rosenheim den Einsatz. So habe es eine Alarmmeldung gegeben, der genaue Hintergrund des Alarms sei jedoch noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Gebäude inzwischen evakuiert und das Gelände großräumig abgesperrt.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

fso/mw 

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser