Die Liste der Verstöße war unfassbar lang...

Auf A8 bei Holzkirchen: Fahrer macht eindeutig mehr falsch als richtig

Erhebliche Schieflage und Überladung - ein georgischer Fahrer in einem polnischen Kleintransporter wollte sich trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei keiner Kontrolle unterziehen. Ein Kollege eilte zur Rettung.

Der Pressebericht im Wortlaut:

Holzkirchen - Am Montag, 22. Februar, gegen 09.30 Uhr wurde auf der A8 Richtung Salzburg ein auffälliger polnischer Kleintransporter festgestellt. Durch die Streife konnte schon augenscheinlich eine erhebliche Schieflage und Überladung erkannt werden. Zudem schienen dem Fahrer Fahrtrichtungsanzeiger und deren Benutzung im öffentlichen Straßenverkehr fremd zu sein.

Vor der Anschlussstelle Holzkirchen wurde dem 39-jährigem georgischen Berufskraftfahrer im uniformierten Streifenwagen das Signal „Bitte Folgen – Follow me“ gegeben, der Fahrer jedoch zeigte keine Reaktion. Das zugeschaltete Blaulicht bewegte den Fahrer dann doch zum Folgen, jedoch überlegte er es sich dann kurz vor der Ausfahrt Holzkirchen anders und fuhr weiter Richtung Salzburg.

Die Streife musste dann zunächst erst wenden, konnte den Lkw dann aber vor Weyarn auf der Autobahn einholen. Nach kurzer mündlicher Schelte wurde dem Fahrer dann erklärt, dass er nun folgen muss und an der Anschlussstelle Weyarn wenden, um zur Autobahnpolizeistation Holzkirchen zu gelangen.

Dort angekommen wurde der Kleintransporter zunächst mit der Brückenwaage verwogen, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3500 kg konnte der Iveco des Georgiers satte 5060 kg vorweisen. Dies muss dem Fahrer bewusst gewesen sein, da in seinen Ladepapieren die Gewichte vermerkt waren.

Nun folge eine ganzheitliche Kontrolle des Fahrzeugs und des Fahrzeugführers. Die Schieflage des Lkw erklärte sich schnell durch einen Defekt an der Luftfederung auf der rechten Seite. Dieser Mangel konnte jedoch mit Hilfe eines technisch versierten Kollegen noch während der Kontrolle behoben werden.

Der Fahrer selbst wies sich nur mit einem georgischen Reisepass aus, einen Führerschein konnte er nicht vorweisen. Er zeigte lediglich ein Handybild von einer verwaschenen Kopie eines Führerscheins vor. Bei Überprüfung des Reisepasses wurde festgestellt, dass er das erforderliche Visum, welches er zur Erwerbstätigkeit im EU-Raum benötigt, nicht hat.

Daraufhin wurde die Staatsanwaltschaft informiert, welche nun die im Raum stehenden Vergehen des Fahren ohne Fahrerlaubnis und des illegalen Aufenthalts prüft. Der Georgier hinterließ für die zu erwartende Geldbuße eine Sicherheitsleistung in erheblicher Höhe und konnte seine Heimreise erst am Nachmittag antreten, als ein Kollege aus Polen eintraf.

Pressebericht der Autobahnpolizeistation Holzkirchen

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand

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