Sexualdelikt vorgetäuscht

Versuchter Missbrauch durch Asylbewerber - Lüge!

Holzkirchen - Die versuchte Vergewaltigung im Juli war vorgetäuscht. Die Kriminalpolizei Miesbach ermittelt nun gegen die 19-Jährige.

Die versuchte Vergewaltigung in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli in Holzkirchen war vorgetäuscht. Die drei Tatverdächtigen, allesamt Asylbewerber, wurden am 06. August aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Kriminalpolizei Miesbach ermittelt nun gegen das 19-jährige Mädchen aus Holzkirchen  wegen Vortäuschen einer Straftat und Freiheitsberaubung.

Die versuchte Vergewaltigung in der Nähe des Holzkirchner S-Bahnhofs dürfte in der ursprünglich geschilderten Form nicht stattgefunden haben. Ein unbeteiligter Zeuge meldete sich bei der Kriminalpolizei in Miesbach und schilderte einen abweichenden Tatablauf. Als die Kriminalbeamten das 19-jährige Opfer am späten Mittwochnachmittag  mit den Angaben des Zeugen konfrontierten, räumte die junge Frau ein, dass ihre Schilderungen nicht der Wahrheit entsprachen.

Zwei der drei 18-jährigen Tatverdächtigen dürften an den Tathandlungen gar nicht beteiligt gewesen sein. Der dritte hielt die Hand des Mädchens und ging mit ihr durch die Fußgängerunterführung am Bahnhof. Als er zudringlich wurde und die 19-jährige oberhalb der Kleidung zu streicheln begann, wehrte sich das Mädchen und der Tatverdächtige ließ von ihr ab.

Nachdem der Tatvorwurf der versuchten Vergewaltigung nicht mehr bestand, wurden die drei Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Kriminalpolizei Miesbach ermittelt nun gegen das 19-jährige Mädchen aus Holzkirchen wegen Vortäuschen einer Straftat und Freiheitsberaubung  sowie gegen den 18-jährigen Begleiter wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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