Zwischen Irschenberg und Holzkirchen

100.000 Euro Schaden und über 20 Kilometer Stau nach schwerem Lkw-Unfall auf A8 

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Schwerer Lkw-Unfall auf A8 sorgt für Mega-Stau bis zum Irschenberg
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Holzkirchen/München - Ein schwerer Lkw-Unfall hat sich am Dienstag in Richtung München ereignet: Ein Auto-Transporter ist auf einen anderen Lkw aufgefahren. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. **Verkehrsmeldungen**

Update 17 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Wie bereits berichtet wurde, kam es am Dienstagmorgen, gegen 10.10 Uhr, zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A8 in Fahrtrichtung München. Kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen übersah der 23-jährige Fahrer eines Kleintransporters zum Pkw-Transport mit Anhänger das verkehrsbedingte Abbremsen eines türkischen Sattelzugs. 

Nahezu ungebremst fuhr er auf das Heck des Sattelzuges auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die auf dem Kleintransporter bzw. dessen Anhänger verladenen, neuwertigen Autos nach vorne geschleudert. Entgegen ersten Vermutungen wurde nicht der auf dem Anhänger geladene Wagen über das Gespann hinweg geschleudert. Tatsächlich schob der auf dem Anhänger geladene Pickup den auf dem Kleintransporter stehenden Pkw nach vorne über das Führerhaus des Kleintransporters hinweg, bis dieser schließlich vor dem Kleintransporter auf die Fahrbahn fiel und senkrecht auf dem Führerhaus des Kleintransporters zum Stehen/Liegen kam. 

Die Bergung des Fahrers gestaltete sich auf Grund des auf dem Fahrerhaus liegenden Fahrzeugs und der Verformung des Kleintransporters äußerst schwierig. Erst nach über einer Stunde gelang es den Rettungskräften der Feuerwehren Weyarn und Holzkirchen, den schwerst verletzten Fahrer aus seinem Führerhaus zu befreien. Er kam mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum nach Murnau. 

Der Schaden am Kleintransporter, am Sattelzug sowie an den neuwertigen, aufgeladenen Fahrzeugen wird auf gut 100.000 Euro geschätzt Zur Bergung des Verletzten musste die Richtungsfahrbahn München für 1,5 Stunden komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein gut 20 Kilometer langer Rückstau. In der Gegenrichtung, Fahrtrichtung Salzburg, kam es wegen Gaffern ebenfalls zu starken Verkehrsbehinderungen. Es musste abermals festgestellt werden, dass etliche Verkehrsteilnehmer in Schrittgeschwindigkeit und mit ihrem Handy filmend an der Unfallstelle vorbei fuhren. Die hier festgestellten Verstöße wurden durch die Autobahnpolizei Holzkirchen mit Video und Bildaufnahmen gesichert und werden zur Anzeige gebracht. 

Es darf zum Schluss lobend erwähnt werden, dass die im Stau Richtung München sehenden Verkehrsteilnehmer zwischen der Anschlussstelle Weyarn und der Unfallstelle eine vorbildliche Rettungsgasse für die anfahrenden Rettungskräfte gebildet hatte. So war hier eine Durchfahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst nahezu störungsfrei möglich.

Pressemeldung Autobahnpolizeidirektion Holzkirchen

25 Kilometer Stau nach Unfall auf A8 bei Holzkirchen

Update 16.50 Uhr: Brennendes Auto in der Gegenrichtung

Der Stau in Richtung München hat sich inzwischen aufgelöst. Zwischenzeitlich hat in der Gegenrichtung ein Fahrzeug gebrannt, es kam auch hier zu Behinderungen - allerdings nur kurzzeitig.

Update 15.45 Uhr: Aufräumarbeiten dauerten vier Stunden

Ein Autotransporter-Gespann mit zwei geladenen Fahrzeugen war mit erheblicher Geschwindigkeit auf das Heck eines Sattelzugs aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls und mangelnder Ladungssicherung wurde das Fahrzeug auf dem Transporter, ein Ford Ranger, in die Rückwand der Fahrerkabine geschoben. Das auf dem Anhänger verladene Fahrzeug hob förmlich ab, wurde über den Ranger hinweg geschleudert, ohne dessen Dach zu beschädigen und prallte auf die ohnehin durch den Unfall stark beschädigte Front des Zugfahrzeugs, wo es senkrecht stehen blieb. 

Der Fahrer des Transporters war schwer verletzt in seinem völlig zusammengedrückten Führerhaus eingeklemmt, insbesondere im Fußbereich. Um hier für Entlastung zu sorgen, war eine Entfernung des aufliegenden Autos notwendig. Die früh verständigte Bergungsfirma Waldschütz aus Irschenberg machte sich sofort mit mehreren Kranfahrzeugen auf den Weg, hatte aber große Probleme, sich die Rettungsgasse in dem rasch auf mehrere Kilometer anwachsenden Stau frei zu kämpfen. Nachdem schließlich der Wagen vom Führerhaus abgehoben worden war, konnte der Eingeklemmte nach einer Stunde befreit werden. Er kam mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. 

Während der Stau aufgrund der Totalsperre Richtung München laut Verkehrsservice auf 25 Kilometer anwuchs, bildete sich auf der eigentlich freien Richtungsfahrbahn Salzburg durch Schaulustige und Handy-Knipser ein Stau von acht Kilometern Länge. Polizeibeamte dokumentierten zahlreiche Verstöße durch Gaffer und Fotografen. Unfallaufnahme und Bergung waren erst gegen 14 Uhr abgeschlossen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Holzkirchen und Weyarn.

Laut aktuellen Verkehrsmeldungen staut es sich zwischen Irschenberg und Holzkirchen noch immer auf elf Kilometern.

Gaulke/amj

Update 13.20 Uhr: Rund 16 Kilometer Stau Richtung München

Nach dem schweren Lkw-Unfall gegen 10 Uhr zwischen Weyarn und Holzkirchen laufen auf der A8 noch immer die Bergungsarbeiten. In Fahrtrichtung München ist die A8 auch weiterhin gesperrt. Ein Ende der Sperrung ist derzeit noch nicht in Sicht.

Polizei empfiehlt, Gebiet weiträumig zu umfahren

Aufgrund des Unfall staut sich der Verkehr momentan bis zum Irschenberg zurück. Die Polizei empfiehlt das Gebiet weiträumig zu umfahren. Empfohlene Umleitung: U34.

In Fahrtrichtung München staut sich nach dem Lkw-Unfall der Verkehr. Hier eine Aufnahme einer Verkehrskamera von bayerinfo.de auf Höhe Seehamer See

Erstmeldung

Am 24.07.18 gegen 10.10 Uhr kam es auf der A8, kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen in Fahrtrichtung München, zu einem schweren Verkehrsunfall

Der Fahrer (weitere Daten noch nicht bekannt) eines Pkw-Transporters, mit Münchner Zulassung, mit aufgeladenem Pkw und Anhänger, auf dem sich auch ein Pkw befand, übersah das Bremsmanöver eines vor ihm fahrenden Sattelzuges und fuhr auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw, der sich auf dem Anhänger befand, so katapultiert, dass dieser auf dem Dach seines Führerhauses landete. Der Fahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt.

A8 Richtung München wohl noch Stunden gesperrt

Die Befreiung der Person gestaltete sich äußert schwierig, konnte aber gerade abgeschlossen werden. Das teilte die Autobahndirektion Holzkirchen in einer Pressemitteilung kurz vor 12 Uhr mit.

Da auf der Autobahn noch ein Rettungshubschrauber steht und die verunfallten Fahrzeuge abgeschleppt werden müssen, ist die Autobahn in Richtung München noch gesperrt.

Es wird empfohlen, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren. Laut Verkehrsnachrichten wird die Umleitung: U34 empfohlen. Seit dem Unfall hat sich ein Stau in beide Richtungen auf der A8 Höhe Holzkirchen entwickelt. 

mh/Pressemitteilung Autobahnpolizeidirektion Holzkirchen

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