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Horror-Heim am Schliersee

So könnte die komplette Schließung noch abgewendet werden

Ein Schild mit der Aufschrift „Seniorenresidenz Schliersee“ steht vor der Einrichtung in Oberbayern. Dem Betreiber der in die Schlagzeilen geratenen Seniorenresidenz Schliersee steht womöglich eine Kündigung bevor. Die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern (ARGE) will den Vertrag beenden, wie eine Sprecherin mitteilte.
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In der Seniorenresidenz Schliersee sollen für die Heimbewohner unmenschliche Zustände geherrscht haben.

So könnte die komplette Schließung noch verhindert werden: Nach den Vorwürfen der Vernachlässigung von Pflegebedürftigen in dem skandalträchtigen Seniorenheim am Schliersee will der Betreiber die Einrichtung an ein anderes Unternehmen übergeben. 

Schliersee - Nach den Vorwürfen der Vernachlässigung von Pflegebedürftigen in einem oberbayerischen Heim will der Betreiber die Einrichtung an ein anderes Unternehmen übergeben. Dies teilte die Geschäftsführung des Seniorenwohnheims in Schliersee am Mittwoch mit. In dem Heim sollen Bewohner über Monate vernachlässigt worden sein. Mit der Übernahme könnte eine Schließung verhindert werden.

Die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern hatte den Vertrag mit dem aktuellen Betreiber des Heims zu Ende September gekündigt. „Wir bedauern diese Entwicklung sehr und arbeiten mit allen Behörden zusammen, damit möglichst keine negativen Auswirkungen für die uns anvertrauten betagten Menschen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eintreten“, betonte die Geschäftsführung des Heims.

Es liefen derzeit mehrere Verhandlungen. Die Gespräche mit einem potenziellen Betreiber seinen „bereits sehr weit fortgeschritten“, sagte die Geschäftsführung. „Diese Lösung würde die lückenlose Kontinuität des Pflegeheims gewährleisten.“ Ansonsten sollte den Bewohnern eine Unterbringung in einer anderen Einrichtung angeboten werden.

Ende März war nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft München II wegen Verdachts auf Körperverletzungsdelikte bei 88 Bewohnern des Heimes ermittelt. Einige seien verwahrlost und unterernährt gewesen, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde damals. Zudem würden 17 Todesfälle untersucht. Zwei Verstorbene wurden den Angaben zufolge exhumiert.

Der Leiter der Seniorenresidenz, Robert Jekel, wies die Vorwürfe schon damals zurück. Er betonte, er sehe „derzeit keine schwerwiegenden Mängel“. Er hatte die Stelle nach eigenen Angaben erst nach Beginn der Ermittlungen angetreten. In dem Heim hatte es 2019 einen Betreiberwechsel gegeben. Laut Landratsamt richteten sich Vorwürfe teils gegen einen vorangegangenen Betreiber.

mh/dpa

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