Horror nach Party in Freisinger Wohnheim

Studentin missbraucht - Täter: „Ich weiß nicht, was mich geritten hat“

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Freising/München - Nach einer Studentenparty schlich sich ein junger Mann in das Wohnheim-Zimmer einer Studentin und missbrauchte sie. Nun musste er sich dafür vor Gericht verantworten. Die Anklage: sexueller Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person.

Als sich eine Studentenfete im Wohnheim in Freising allmählich dem Ende zuneigte, schlich sich der damalige Student Peter A. (Name geändert) in das Zimmer seines damals 25-jährigen Opfers, legte sich zu der Schlafenden ins Bett und führte zwei Finger in die Vagina der ihm unbekannten Frau ein. Als die Studentin aufwachte, wehrte sie sich heftig und stieß Angeklagten weg. Ihrer anschließenden Aufforderung, das Zimmer zu verlassen, kam der junge Mann unverzüglich nach.

Nun musste sich der Mann vor Gericht für seine Tat verantworten - die Anklage: sexueller Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, legte der Mann ein volles Geständnis ab. Die Beweise waren aber auch erdrückend, denn DNA-Spuren hatten ihn der Tat überführt. Mit seinem Geständnis erfüllte er die Voraussetzung dafür, auf die ihm vom Vorsitzenden Richter angebotene „vergleichsweise milde Strafe“ hoffen zu können: eine Freiheitsstrafe zwischen 15 und 24 Monaten auf Bewährung und Zahlung eines Monatsgehalts an eine gemeinnützige Vereinigung.

Der junge Mann, der inzwischen in der Oberpfalz lebt, einen Arbeitsstelle und eine feste Freundin hat, die er demnächst heiraten wolle, entschuldigte sich bei seinem Opfer: Es tue ihm leid, „ich weiß nicht, was mich geritten hat“. Worte, die ihm und vor allem auch seinem Opfer die Tränen in die Augen trieben: Teilweise habe sie Schlafprobleme, manchmal auch nachts noch Angst, schließe immer ihre Zimmertür ab, schilderte sie so tz.de weiter.

Weil es nur „der alkoholbedingte Ausrutscher“ gewesen sei, kam der 25-jähriger Ex-Student mit einem Jahr und sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung davon. Auf Bewährung ausgesetzt wurde die Strafe gegen die Auflage, dass der Mann 2000 Euro an In Via Bayern e.V. zahlt und sich einem Sexualberatungsgespräch mit zehn Terminen unterzieht. Dazu hatte sich der Angeklagte auf Anregung des Sachverständigen bereit erklärt.

mh

Rubriklistenbild: © dpa

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