Neues Gesetz

"Hurenpass" sorgt für Unmut in der Münchner Rotlicht-Szene

  • schließen

München - Seit 1. Juli diesen Jahres müssen Prostituierte einen "Ausweis" mit sich führen, der ihnen bestätigt, dass sie offiziell als Freudenmädchen arbeiten dürfen. Diese neue Regelung sorgt für Wirbel in der bayerischen Landeshauptstadt.  

Grundsätzlich soll das neue Gesetz die Prostituierten schützen und illegale Auswüchse verhindern. Doch viele Bordellbetreiber und Clubbesitzer fürchten die Regelung und haben Angst vor aufwendigen Verwaltungsarbeiten und zunehmender Bürokratie. Laut unserem Partnerportal merkur.de veranlasste Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) das Gesetz, nachdem für die ansässigen Politiker klar war, dass dieses Gewerbe strengere Regeln brauche.

Seit 1. Juli müssen sich Prostituierte registrieren lassen

Neben der Teilnahme an einer Gesundheitsberatung im Referat für Gesundheit und Umwelt, ist die Anmeldung beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) in München und die Teilnahme an einem Informationsgespräch verpflichtend. Die Bescheinigung - abfällig "Hurenpass" genannt - ist für zwei Jahre gültig, wie merkur.de berichtet.

Auch Betreibern drohen Bußgelder

Zudem brauchen Bordellbesitzer ab jetzt eine behördliche Erlaubnis ein solches Etablissement führen zu dürfen. Eine Genehmigung erhält nur jemand, der beim KVR einen entsprechenden Antrag stellt, in dem Vorschriften zu Hygiene, Brandschutz und Notrufsystemen erfüllt werden.  

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser