Tom Mandl: "Ich fühl mich pudelwohl!"

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Saaldorf-Surheim - Klatschen, Schunkeln und Mitsingen ist da, wo er auftritt, Pflicht - also von Osterode bis Singen und von Ilsenburg bis Niedernhausen. Dort ist der aufstrebende Schlagerstar zumindest bis Weihnachten unterwegs.

Die Rede ist von Tom Mandl. Fans des volkstümlichen Schlagers wird dieser Name bereits etwas sagen. Er ist die große Entdeckung des Jahres 2010. BGLand24 hat den sympathischen 32-Jährigen interviewt. Er ist in Saaldorf-Surheim aufgewachsen.

BGLand24: Vom Polizist zum aufstrebenden Star am Schlagerhimmel - eine nicht alltägliche Karriere.

Tom Mandl: Der Beruf Künstler war immer da, aber wenn man vom Land kommt hält man das lieber unter der Hand. Also habe ich zuerst die Ausbildung bei der Polizei absolviert und möchte diese Zeit - auch als Personenschützer - nicht missen. Trotzdem war ich für diesen Beruf wohl immer zu weich, einfach nicht geeignet. Also habe ich mich getraut, eine Schauspielausbildung absolviert und nebenbei gearbeitet. Es waren harte dreieinhalb Jahre, die sich aber gelohnt haben. Immerhin kam dann das Engagement beim Chiemgauer Volkstheater.

Mit 19 Jahren sind Sie bei der Saaldorfer Volksbühne auf der Bühne gestanden. In wie weit hat Sie das geprägt?

Es hat mich definitv geprägt. Mir macht es Spaß, Leute zu unterhalten. Das habe ich dort wieder gespürt.

Beim Chiemgauer Volkstheater hat Sie dann Patrick Lindner entdeckt, seitdem überschlagen sich die Ereignisse.

Es ist unglaublich, was im letzten Jahr passiert ist. Einfach der Wahnsinn! Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Patrick mich beobachtet und bei seinem Management verpetzt hat. Dann gab es schon die ersten Gespräche mit dem Management und der Plattenfirma und nach acht Monaten war mein Album "Alles aus Liebe zu Dir" fertig.

Der größte Auftritt war wohl bei Florian Silbereisens "Adventsfest der 100.000 Lichter". Was geht da in Ihnen vor?

Ich war schon nervös, hatte ziemlich Lampenfieber, aber als man mich zu meinem 'Törchen' gebracht hat, von wo ich auftreten sollte, war die Nervosität weg.

Sie sind viel unterwegs, spielen der Musikinstrumente (Saxophon, Klarinette und Akkordeon), Sie singen. Das bedeutet viel Arbeit.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, also muss auch ich mich vorbereiten und üben. Das gehört dazu. Aber auch auf der Bühne lernt man viel dazu. Deshalb freue ich mich über die Tourneen "Alpenländische Weihnacht" und "Weihnachtszeit - schöne Zeit".

Bleibt bei so viel Arbeit noch Zeit für die Familie?

Oh ja, die ist ganz wichtig, sie ist für mich der ideale Rückzugsort. Ich hatte seit Ende Oktober keine Zeit, durchzuschnaufen. Deshalb freue ich mich auf Weihnachten und die Ruhe zuhause.

In wie weit hilft sie Ihnen, fördert oder fordert Sie?

Die Familie ist dafür da, dass man weiß, wo man hingehört. Sie ist ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben. Da fühl ich mich geborgen, kann mich fallen lassen und erholen.

Ist ein Auftritt in Ihrer Heimat im Berchtesgadener Land denkbar?

Da bin ich mir hundertprozentig sicher. Es ist zwar eine Frage der Zeit, weil dort in die volkstümliche Schlagerrichtung weniger gemacht wird, aber ich trau mich zu wetten, dass es irgendwann klappt. Für mich wäre es eine Wahnsinnssache, dort aufzutreten, wo ich herkomme. Wir müssen nur noch klären wann, wo und wie.

Auf Ihrer Homepage www.thomas-mandl.de beantworten Sie jeden Gästebucheintrag persönlich.

Ja, das mache ich wirklich gerne. Auch meine Fanpost lese und beantworte ich persönlich. Ein Künstler lebt von seinen Fans und Zuhörern. Deshalb sind mir die Reaktionen wichtig.

Es wird immer wieder betont, dass die volkstümliche Schlagerszene nicht so eine heile Welt ist, wie sie scheint. Wie erleben Sie das?

Das ist wohl in jedem Bereich so, egal ob privat, beruflich oder in einer anderen Branche. Es ist niemals perfekt. Aber ich fühl mich pudelwohl. Ich hätte mich auch niemals für diese Musik entschieden, wenn ich nicht dahinter stehen würde. Wir sind dafür da, um ein Stück heile Welt nach außen zu transportieren.

Christine Zigon

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