Wann die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen

Impfstart in der Region - so ist es angelaufen und so geht es weiter

Landkreis - Das Impfen hat begonnen. Wie der Impfstart in der Region gelaufen ist und wie es nun weiter geht.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat eine knappe Woche nach Beginn der Corona-Impfungen im Freistaat eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Währenddessen müssen sich Bundesregierung und die EU-Kommission viel Kritik anhören. Zu wenig Impfstoff, zu lahme Verteilung, so die Vorwürfe. Wie bei uns in der Region der Impfstart gelaufen ist und wann die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen, darüber haben wir unsere regionalen Landratsämter befragt:

Impfzentren in Bayern - So ist die Lage in der Region

In Mühldorf am Inn sind die Impfungen im Impfzentrum sowie den Altenheimen bereits angelaufen. Aufgrund begrenzter Impfstoffverfügbarkeit kann die Impfung dort wie auch in allen anderen Landkreisen der Region zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben.

Die Impfung ist im Impfzentrum Mühldorf a. Inn nur mit Anmeldung möglich. Um sich impfen lassen zu können, müssen folgende Dokumente mitgebracht werden: Personalausweis oder ein anderer gültiger Nachweis über persönliche Daten, die Krankenversichertenkarte, den ausgefüllten Einwilligungs- und Anamnesebogen, das ausgefüllte Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen COVID-19, Nachweis zur Impfberechtigung, Impfausweis, ggf. Allergieausweis, ggf. ausgefüllte Bescheinigung vom Arbeitgeber für Personal, das in Einrichtungen mit höchster Priorität tätig ist.

Die 80-Jährige Rosa hat als erste von 22 Gästen der Seniorentagespflege „Haus des Gastes Aurelius“ in Garching den Corona-Impfstoff gespritzt bekommen.

Im Berchtesgadener Land dauert die Aufnahme des Impfzentrums noch

Über-80-Jährige, die nicht in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden, werden abschließend geimpft. Diese Gruppe ist im Berchtesgadener Land nominell sehr stark. „Aufgrund der aktuell verfügbaren, relativ geringen Impfstoffmengen kann frühestens Ende Januar 2021 davon ausgegangen werden, dass Impfungen bei dieser Gruppe der Über-80-Jährigen im Impfzentrum durchgeführt werden können“, heißt es von Seiten des Landratsamtes. Bisher sind 750 Impfdosen in Ainring angeliefert worden, diese waren bis zum 2. Januar aufgebraucht.

Konkrete Terminvereinbarungen für das Impfzentrum Berchtesgadener Land seien aktuell noch nicht möglich. Termine im Impfzentrum werden aber umgehend angeboten, wenn gewährleistet werden kann, dass ausreichend Impfstoff vorhanden ist und die Impfungen durchgeführt werden können. Der Beginn des Anmeldeverfahrens wird entsprechend bekannt gegeben. Das für den gesamten Vorgang erforderliche medizinische Personal und Verwaltungspersonal im Berchtesgadener Land wird durch die Kliniken Südostbayern und die niedergelassenen Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns bereitgestellt. Der Ärztliche Leiter und der Verwaltungsleiter des Impfzentrums kümmern sich um die jeweilige Personaleinteilung, Einsatz der mobilen Teams, Bestellung von Impfstoff, etc.

Rosenheim will in der ersten Januarwoche starten

Die Impfungen im Impfzentrum in Rosenheim sollen laut Aussage der Stadt in der ersten Januarwoche starten, sofern durchgängig Impfstoff zur Verfügung steht. Die zu impfenden Personen werden vom Rosenheimer Gesundheitsamt bzw. vom Impfzentrum schriftlich informiert. Diese Personen können sich dann über ein Online-Terminreservierungssystem einen Impftermin besorgen. Nach ca. drei Wochen ist eine Zweitimpfung erforderlich. Ein negativer Corona-Test ist auch in Rosenheim nicht erforderlich. Allerdings müssen zu impfende Personen zum Zeitpunkt der Impfung symptomfrei sein.

Der Impfstoff wird aus einem Zentrallager in Oberbayern über eine Spedition an das Rosenheimer Impfzentrum angeliefert. Dort wird er in einem Medikamentenkühlschrank zwischengelagert. Wird dieser in den Alten- und Pflegeheimen verimpft oder in die Krankenhäuser transportiert, wird der Impfstoff in mobilen Kühlboxen transportiert, die mit Termperaturfühlern und entsprechender Datenausgabe ausgestattet sind. Damit ist sichergestellt, dass der Impfstoff entsprechend schonend und den Vorgaben des Herstellers entsprechend verarbeitet wird. Ist das Rosenheimer Impfzentrum komplett besetzt, werden dort 42 Mitarbeiter tätig sein.

Neuer Impfstoff soll am 8. Januar geliefert werden

Huml bezeichnete den Impfstart in Bayern trotz einiger Holprigkeiten in den ersten Tagen als gelungen. Sie sprach von einer großen logistischen Herausforderung, die 99 Impfzentren in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten mit Impfstoff zu versorgen. Laut Gesundheitsministerin sollen am 8. Januar neue Impfdosen nach Bayern geliefert werden.

Bereits bis zum Silvesterabend seien mehr als 43.000 Menschen in Bayern mit einer ersten Dosis gegen Corona geimpft worden. Die meisten der Geimpften kamen in den ersten Tagen nach dem Impfstart am 27. Dezember aus der Gruppe der Bediensteten im Gesundheits- und Pflegewesen. Die zweite große Gruppe stellten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Rubriklistenbild: © Ben Birchall

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