19-Jähriger äußerte Wunsch vor seinem Tod

Vor Gericht: Eltern streiten sich um Urne ihres toten Sohnes

In Nürnberg streiten sich Eltern vor Gericht um die Urne ihres Sohnes, der mit 19 Jahren verstorben ist. Dieser äußerte wohl einen Wunsch über seine letzte Ruhestätte.

Nürnberg - Die Eltern eines Ende 2016 gestorbenen Teenagers streiten seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Nürnberg um die letzte Ruhestätte ihres Sohnes. Der Vater des 19-Jährigen verlangt von seiner Ex-Frau, dass die Urne in das Grab des Großvaters umgebettet wird - dies sei der letzte Wille seines Sohnes gewesen. Die Mutter hatte die Urne in einem eigenen Grab beisetzen lassen.

Im Zeugenstand sagten am Donnerstag die Oma und ein Onkel des Toten sowie eine Bekannte aus. Sie schilderten den 19-Jährigen als psychisch labil - bestätigten aber, dass der junge Mann mehrfach erwähnt habe, im Grab des Opas beerdigt werden zu wollen. Dieser sei für ihn ein Idol gewesen, gab zudem sein Vater vor Gericht an.

Der Großvater war Ende Januar 2016 gestorben. Der Enkel starb knapp elf Monate später an den Folgen einer Überdosis Schmerzmittel. Nach der Beerdigung seines Opas hatte sich der 19-Jährige ein Porträt des Großvaters samt dessen Geburts- und Sterbetag auf den Hals tätowieren lassen. Das Gericht will am 11. Januar sein Urteil verkünden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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