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Getötete Frau war wohl Doppelgängerin

Irre Wende im Leichen-Fund in Ingolstadt: Vermeintliche Tote (23) von Polizei festgenommen

Ingolstadt – Schockierende Szenen am Dienstagabend (16. August) mitten in Ingolstadt: Auf der Rückbank eines Autos wird eine junge Frau blutüberströmt aufgefunden – Reanimationsmaßnahmen scheitern. Die Ermittler gehen zuerst davon aus, dass es sich bei der Toten um eine 23 Jahre alte Frau handelt, doch jetzt die spektakuläre Wende: Die vermeintliche Tote wurde festgenommen!

Update, 18.10 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Die Mitteilung im Wortlaut:

Wie berichtet, wurde am Abend des 16. August in Ingolstadt in einem abgestellten Fahrzeug die Leiche einer 23-jährigen Frau aufgefunden, nachdem sie dort von Familienangehörigen in einer zunächst offensichtlich hilfsbedürftigen Lage vorgefunden wurde. Der hinzugezogene Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die durchgeführte Obduktion des Leichnams und die kriminaltechnischen Abgleiche der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt haben bereits am gestrigen Nachmittag massive Zweifel an der Identität der Frau aufgeworfen. Zugleich gingen mehrere Zeugenhinweise ein, die vom Fachkommissariat für Tötungsdelikte bei der Kripo Ingolstadt bearbeitet und ausgewertet wurden und diese Ermittlungsergebnisse bekräftigten.

Im Ergebnis leitete die Polizei noch am 17. August umfangreiche operative Maßnahmen ein, die gegen 21.55 Uhr zur Festnahme der in Ingolstadt wohnhaften Deutsch-Irakerin führten, bei der es sich um die zunächst als getötet benannte 23-Jährige handelt. Im weiteren Laufe der Nacht wurde in Ingolstadt ein 23-Jähriger Kosovare mit Unterstützung der Polizeiinspektion Spezialeinheiten in seiner Wohnung festgenommen, gegen den sich hinreichende Verdachtsmomente ergaben, an der Tötung der aufgefundenen Frau beteiligt gewesen zu sein.

Bei der am 16. August aufgefundenen Leiche handelt es sich nach heutigem Ermittlungsstand um eine ebenfalls 23-jährige Frau, die in einem anderen Bundesland wohnhaft war und der nunmehr festgenommenen 23-Jährigen auffallend ähnlich sah. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen konzentrieren sich neben der Klärung der Motivlage und der Rekonstruktion des Tatablaufs auch darauf, eventuelle Vorbeziehungen der Tatbeteiligten untereinander und zur Getöteten zu klären.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen beantragt. Sie werden noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Update, 18. August, 15.05 Uhr - Vermeintliche Tote von Polizei festgenommen

Was geschah in der Nacht von Dienstag (16. August) auf Mittwoch (17. August) wirklich in Ingolstadt? Diese Frage stellt sich nun auch den zuständigen Ermittlern, nachdem sich herausstellte, dass die tote Frau, die blutüberströmt auf der Rückbank eines Mercedes gefunden wurde, doch nicht wie zuerst angenommen die 23-Jährige ist.

Laut Informationen der Bild-Zeitung soll die Leiche eine Frau sein, die der vermeintlichen Toten zum Verwechseln ähnlich sieht. Nicht einmal die Eltern der 23-Jährigen hätten demnach bemerkt, dass es sich eben nicht um ihre Tochter handelte.

„Die durchgeführte Obduktion des Leichnams und die kriminaltechnischen Abgleiche der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt haben bereits am Nachmittag (17. August) massive Zweifel an der Identität der Frau aufgeworfen“, so die Polizei. Bei der Leiche soll es sich offenbar um eine ebenfalls 23 Jahre alte Frau handeln, die allerdings in einem anderen Bundesland gewohnt habe.

Zwei Tatverdächtige wurden bereits festgenommen: Ein 23-jähriger Mann sowie die vermeintlich tote 23-Jährige selbst wurden von den Ermittlern festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts beantragt.

Zum Motiv sowie zum konkreten Ablauf der schrecklichen Tat liegen jedoch noch keine weiteren Informationen vor. Die weiteren Ermittlungen der Beamten dauern derzeit noch an.

Erstmeldung, 17. August

Eine junge Frau ist in Ingolstadt tot in einem Auto entdeckt worden. „Sie ist gewaltsam ums Leben gekommen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Ob der Fundort zugleich der Tatort ist, war zunächst unklar. Wie die 23-Jährige getötet wurde, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Rettungskräfte hatten am Dienstagabend noch versucht, das Opfer wiederzubeleben. Die Frau stammt aus Ingolstadt. Hinweise auf einen Verdächtigen hatte die Polizei nach eigenen Angaben zunächst nicht. „Wir sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen.“

Ihre Eltern aus München suchten nach Informationen der Bild-Zeitung bereits verzweifelt nach ihrer Tochter. Sie entdeckten sie schließlich in dem Auto in Ingolstadt. Ein Augenzeuge wird mit den Worten: „Sie haben geschrien und wollten die Scheibe einschlagen“, zitiert.

Das Opfer lebte offenbar in Ingolstadt. Dem Bericht nach soll die 23-Jährige nach einem Beziehungsstreit vorübergehend zu ihren Eltern nach München gezogen sein. Wieso sie jetzt wieder in Ingolstadt war, wo sie getötet wurde, wird von der Polizei ebenfalls noch ermittelt.

nt mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

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