Interne Untersuchung in München

Brisant: Hat ein Polizist einen fünfstelligen Betrag abgezweigt?

  • schließen

München - Ein Polizeibeamter aus München wird verdächtigt, Verwarngelder in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Der 48-Jährige wurde vorläufig vom Dienst suspendiert.

Bei einer routinemäßigen internen Überprüfung der Abrechnung von Barverwarnungen, wurden am 24.01.2018, bei einer Dienststelle der Verkehrspolizei München Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Ein 48-jähriger Polizeibeamter steht dabei im Verdacht, bar bezahlte Verwarngelder nicht ordnungsgemäß abgerechnet zu haben. Wie in Fällen interner Ermittlungen vorgesehen, wurde das Bayerische Landeskriminalamt informiert und hat umgehend die Ermittlungen übernommen. Am gleichen Tag wurden die ersten Maßnahmen, wie Vernehmungen und Durchsuchungen veranlasst.

Der beschuldigte Mitarbeiter wurde zudem durch das Polizeipräsidium München vorläufig suspendiert. Details zur Höhe der unterschlagenen Gelder sowie die Motivlage des Tatverdächtigen sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, soll es sich um einen fünfstelligen Betrag handeln. Auch die Wohnung des Polizisten soll demnach durchsucht worden sein. Das LKA muss nun ermitteln, welchen Betrag der Beamte abzweigte und warum er das Geld unterschlagen hat.

Laut tz.de sei der Beamte, der bei der Verkehrspolizei arbeitet, bei einer routinemäßigen Überprüfung am Mittwoch aufgeflogen. Bei einer Dienststelle der Verkehrspolizei wären Unstimmigkeiten festgestellt worden. Konkret sei bei der Kontrolle aufgefallen, dass etliche Blöcke, auf die Polizisten vor Ort die geforderte Summe schreiben, fehlen würden.

Das Münchner Polizeipräsidium beendete ihre Pressemitteilung mit dem Hinweis: "Barverwarnungen bei Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr bewegen sich im Bereich zwischen 5 und 55 Euro. Darüber hinausgehende Einzelbeträge sind als Barverwarnung nicht möglich."

mhPressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance / Matthias Balk

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser