Inzeller Bergwacht am Dienstag im Einsatz

Em Ende ihrer Kräfte: Wandergruppe von Streicher gerettet

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Inzell – Am Dienstag gegen 12.45 Uhr wurde die Bergwacht Inzell zu einer erschöpften Person am Großen Kienberg alarmiert.

Eine elfköpfige Gruppe stieg am Dienstag von Schmelz über den Knappensteig in Richtung Streicher auf. Nach einem großen Geröllfeld war noch ein steiles Altschneefeld zu überwinden, bevor man auf den Sattel unterhalb des Gipfels gelangt. Vor dem Schneefeld traten zwei der Gruppenmitglieder die Rückkehr an. Eine Person war schon frühzeitig umgekehrt und bereits auf dem Heimweg. Für einen der Beteiligten war aufgrund der fortschreitenden Erschöpfung ein selbstständiges Absteigen nicht mehr möglich, worauf eine Betreuerin bei ihm blieb und einen Notruf absetzte. 

Der Rest der Gruppe machte sich mit einer weiteren Betreuerin auf den Weg zum Gipfel, um über die Forststraße in Richtung Aschenau abzusteigen, was den Abstieg einfacher gestalten sollte. Diese Informationen waren bei der Alarmierung der Bergwacht Inzell allerdings noch nicht bekannt, wodurch, wie in der Meldung beschrieben „eine erschöpfte Person“ vermutet wurde. Der Einsatzleiter der Bergwacht entschied sich den Erschöpften mit Hilfe des Rettungshubschraubers Christoph 14 vom Berg zu holen.

Während der Einsatzleiter abklären konnte, dass zwei Personen - Erschöpfter und Betreuerin - zu retten sind und diese mit einer Gruppe unterwegs waren, teilte die Leitstelle mit, dass nun eine weitere Person im Bereich des steilen Schneefelds blockiert sei. Daraufhin wurden zwei zusätzliche Bergretter mit dem Hubschrauber zu den Einsatzstellen gebracht. 

Da der Bergretter bei der dritten Person keine Möglichkeit sah, den blockierten Bergsteiger gefahrlos bis zum Sattel hoch zu sichern, wurde auch dieser mit dem Rettungstau ausgeflogen. Da nach der Taurettung nun eine Betreuerin bei den Einsatzkräften im Tal war, konnte endgültig geklärt werden wie groß die Gruppe anfangs war, wer wann umgekehrt ist und wer sich nun wo befand. Nun galt es abzuklären, wie es den zwei Personen im Abstieg geht und wie die restlichen fünf Beteiligten vom Gipfel ins Tal kommen.

Erstere kamen kurz darauf unversehrt am Parkplatz an und die Fünfer-Gruppe wurde mit dem Bergwacht-Fahrzeug über die Forststraße ins Tal befördert. Nach dem zweistündigen Einsatz konnten alle unverletzt und erleichtert den Heimweg antreten.

Pressemitteilung Bergwacht Inzell

Quelle: chiemgau24.de

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